Archiv für den Tag: 20. April 2026

Stefan Zweig, Magellan – Der Mann und seine Tat

Der Im Jahr 1518, ein Vierteljahrhundert nach Kolumbus, gelang es Magellan, nachdem er den König von Portugal nicht überzeugen konnte, den König von Spanien, Karl I., davon zu überzeugen, ihm eine Flotte zur Verfügung zu stellen, um das Meer zu erkunden, das Asien von Amerika trennte. Er verfügte über ungenaue Informationen darüber, ob es möglich sei, die Erde zu umrunden, und war entschlossen, dies zu beweisen.

Mit neununddreißig Jahren begann er an der Spitze einer Flotte von fünf Schiffen und 265 Mann eine Episode, die die Geschichte der Seefahrt und der Menschheit prägen sollte. Er kehrte drei Jahre später in einem provisorischen Schiff mit nur 18 Mann zurück. Meutereien, Hunger, Rivalitäten, Fehler … nichts blieb dem berühmten Abenteurer erspart.

Sorgfältig dokumentiert, ist die Nachzeichnung seiner Heldentat ein brillantes Abbild der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse zu Beginn des 16. Jahrhunderts und würdigt die Leistung eines leidenschaftlichen Genies, das mit unbedeutenden Schiffen die Welt umsegelte und damit erstmals ihre Rundheit bewies – nach einem unglaublichen Abenteuer, das ihn das Leben kosten sollte.

Was die anderen dazu meinen:
Magellan, der portugiesische Entdecker und erste Weltumsegler, war ein wagemutiger Mann und unbezwingbarer Charakter. Sein abenteuerliches Leben und tragisches Ende hat Stefan Zweig auf seine unnachahmliche Art geschildert: kenntnisreich, emotional und sprachmächtig, dabei spannend wie ein Krimi. »Magellan« ist eine Romanbiografie aus der Zeit der spanischen Konquistadoren, als die Weltmeere zum Schauplatz einer kühnen Tat wurden. (Amazon)

Arno Geiger, Der alte König in seinem Exil

Arno Geiger ist ein hervorragender Schriftsteller. In diesem Buch erforscht er nicht fremde Welten oder erfundene Personen, sondern sich selbst und seinen eigenen Vater, der langsam in Demenz verfällt.
Es ist nicht leicht, mit einer solchen Situation auszukommen, und auch nicht, darüber zu schreiben, ohne Seiten nach Seiten mit Floskeln und Gemeinplätzen zu fühlen.

Das Buch geht dem Leser unter die Haut, vor allem wenn man bereits eine solche Erfahrung gemacht hat: etwas, was uns allen früh oder spät bevorsteht, sei es als Patient, sei es als Pfleger.

Viel mehr will ich nicht verraten. Nur unterstreichen, dass man sich als möglicher Betroffene sich genau das Mitgefühl wünscht, das der Autor hier beweist.

Die Meinung der anderen:

Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. Er entdeckt, dass es auch mit der Krankheit bei seinem Vater noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Ein lebendiges, oft komisches Buch, das von einem Leben erzählt, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. Amazon
Eine Liebeserklärung an den Vater, vor allem aber ein großes Stück Literatur. Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ein taktvolles, filigranes und fabelhaft einfaches Buch, ein Monument für einen Lebenden. Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung.