Arno Geiger, Der alte König in seinem Exil

Arno Geiger ist ein hervorragender Schriftsteller. In diesem Buch erforscht er nicht fremde Welten oder erfundene Personen, sondern sich selbst und seinen eigenen Vater, der langsam in Demenz verfällt.
Es ist nicht leicht, mit einer solchen Situation auszukommen, und auch nicht, darüber zu schreiben, ohne Seiten nach Seiten mit Floskeln und Gemeinplätzen zu fühlen.

Das Buch geht dem Leser unter die Haut, vor allem wenn man bereits eine solche Erfahrung gemacht hat: etwas, was uns allen früh oder spät bevorsteht, sei es als Patient, sei es als Pfleger.

Viel mehr will ich nicht verraten. Nur unterstreichen, dass man sich als möglicher Betroffene sich genau das Mitgefühl wünscht, das der Autor hier beweist.

Die Meinung der anderen:

Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. Er entdeckt, dass es auch mit der Krankheit bei seinem Vater noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Ein lebendiges, oft komisches Buch, das von einem Leben erzählt, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. Amazon
Eine Liebeserklärung an den Vater, vor allem aber ein großes Stück Literatur. Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ein taktvolles, filigranes und fabelhaft einfaches Buch, ein Monument für einen Lebenden. Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung.

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