Arturo Pérez-Reverte, Der Schlachtenmaler

Pérez-Reverte ist seit 30 Jahren einer der meist gelesenen Schriftsteller Spaniens. Davor war er als Journalist tätig, oft in Krisengebieten in der ganzen Welt. Viele seiner Werke beschäftigen sich mit den Kriegen, die Spanien im Laufe seiner Geschichte erlebt hat. Anders als seine sonstigen Werke, führt uns dieses Buch in das Innere eines qualifizierten Zeugen. Die Erzählung dokumentiert eindrucksvoll, wie diese Erfahrung für immer das Herz und den Geist verändert.

Ein ehemaliger Kriegsfotograf lebt einsam in einem Turm, an dessen Wänden er eine furchtbare Szene von Schlachten und Zerstörung malt. Eines Tages taucht ein Kroate auf, der ihm offen sein Anliegen mitteilt: er ist gekommen, um den Maler zu töten, als Rache für die unerwünschten Folgen dessen Arbeit als Fotografen. Ein etwas anders anti-Krieg-Buch, geschrieben mit der doppelten Erfahrung eines Zeitzeugen und Schriftstellers. Er ist gleichzeitig das personalste Buch Revertes.

Was andere dazu meinen:

Hochmodernes Thema: die literarische Aufarbeitung der Frage nach der individuellen Verantwortung in Kriegszeiten
Faulques, ein ehemaliger Kriegsfotograf, malt in einem alten Wehrturm an der Küste ein riesiges Schlachtengemälde. In diese Einsamkeit dringt eines Tages ein Besucher, der Kroate Markovic. Es stellt sich bald heraus, dass ihn ein Foto von Faulques vor vielen Jahren berühmt gemacht hat. Dieser Ruhm hat sich fürchterlich gegen ihn gewandt – und deswegen will er den Fotografen töten. Doch Faulques verwickelt den Mann in Gespräche über das Wesen des Krieges und begreift, dass er Schuld ganz anderer Art auf sich geladen hat.
Der spanische Bestsellerautor beschreibt mit psychologischem Gespür das Ringen zweier Männer um Gut und Böse.

Schreibe einen Kommentar