Schlagwort-Archive: Bücherkoffer 2022

Arturo Pérez-Reverte, Der Schlachtenmaler

Pérez-Reverte ist seit 30 Jahren einer der meist gelesenen Schriftsteller Spaniens. Davor war er als Journalist tätig, oft in Krisengebieten in der ganzen Welt. Viele seiner Werke beschäftigen sich mit den Kriegen, die Spanien im Laufe seiner Geschichte erlebt hat. Anders als seine sonstigen Werke, führt uns dieses Buch in das Innere eines qualifizierten Zeugen. Die Erzählung dokumentiert eindrucksvoll, wie diese Erfahrung für immer das Herz und den Geist verändert.

Ein ehemaliger Kriegsfotograf lebt einsam in einem Turm, an dessen Wänden er eine furchtbare Szene von Schlachten und Zerstörung malt. Eines Tages taucht ein Kroate auf, der ihm offen sein Anliegen mitteilt: er ist gekommen, um den Maler zu töten, als Rache für die unerwünschten Folgen dessen Arbeit als Fotografen. Ein etwas anders anti-Krieg-Buch, geschrieben mit der doppelten Erfahrung eines Zeitzeugen und Schriftstellers. Er ist gleichzeitig das personalste Buch Revertes.

Was andere dazu meinen:

Hochmodernes Thema: die literarische Aufarbeitung der Frage nach der individuellen Verantwortung in Kriegszeiten
Faulques, ein ehemaliger Kriegsfotograf, malt in einem alten Wehrturm an der Küste ein riesiges Schlachtengemälde. In diese Einsamkeit dringt eines Tages ein Besucher, der Kroate Markovic. Es stellt sich bald heraus, dass ihn ein Foto von Faulques vor vielen Jahren berühmt gemacht hat. Dieser Ruhm hat sich fürchterlich gegen ihn gewandt – und deswegen will er den Fotografen töten. Doch Faulques verwickelt den Mann in Gespräche über das Wesen des Krieges und begreift, dass er Schuld ganz anderer Art auf sich geladen hat.
Der spanische Bestsellerautor beschreibt mit psychologischem Gespür das Ringen zweier Männer um Gut und Böse.

J. D. Salinger, Der Fänger im Roggen

Dieses Buch aus dem Jahr 1950 ist ein echtes Kultbuch in den USA und Pflichtlektüre in vielen Schulen. Der Autor wurde durch verschiedene Kurzgeschichten und, vor allem, durch dieses Buch bekannt, das in Millionenauflagen in der ganzen Welt verkauft wurde. Mit der Zeit haben sich zahlreiche Mythen um den Autor und um sein Buch gebildet. Das zurückgezogene Leben Salingers hat sicherlich dazu beigetragen. Dass der Mörder von Jon Lennon dieses Buch immer bei sich trug, und sich mit dem Protagonisten identifizierte, war sicherlich auch ein Grund für die Popularität des Werkes.

Der 17-jährige Holden Caulfield erzählt im Rückblick drei Tage seines Lebens und bringt darin Aspekte seiner Lebensanschauung zum Ausdruck. Der American Way of Life, die Suche nach Authentizität und der innere Wandel zum Erwachsenen sind drei häufig zitierten Hauptanliegen des Autors.   

Was andere dazu meinen:

Der Fänger im Roggen“ war J. D. Salingers erster Roman, mit dem er weltweit berühmt wurde. Holden Caulfield ist eine Kultfigur der amerikanischen Literatur. Er ist sechzehn Jahre alt und irrt durch New York, traurig, krank, verwirrt. Generationen von Lesern haben sich in ihm wiedererkannt, in seinen Träumen und Hoffnungen, in seinen Ängsten und Schwierigkeiten, erwachsen zu werden. Frech und witzig, traurig und provozierend, ehrlich. 1954 erschien im Züricher Diana Verlag der von Irene Mühlon übersetzte Roman Der Mann im Roggen von J. D. Salinger. Ein Schweizer Kritiker entdeckte, dass der Text verfälscht war; »unanständige« Stellen waren getilgt, Flüche verkürzt, durch Auslassungspünktchen ersetzt oder weggelassen. Man befand sich in den 50er Jahren … Der Diana Verlag verlor die Rechte, die Kiepenheuer & Witsch 1960 erwarb. Heinrich Böll überarbeitete und ergänzte die Schweizer Übersetzung. Unter dem Titel Der Fänger im Roggen, der sich auf ein Gedicht von Robert Burns bezieht, erschien 1962 die deutsche Ausgabe. Es begann der unglaubliche Erfolg dieses Romans. Die Übersetzung Eike Schönfelds zeigt die stilistischen Qualitäten des Romans in neuem Glanz, die raffinierte Sprache, die Kaskaden der Flüche, hinter denen Holden seine Verletzlichkeit verbirgt.

Ramiro Pinilla, Nur ein toter Mehr

Ramiro Pinilla hat eine Ausnahmestellung in der Welt der spanischen Literatur. Der baskische Schriftsteller schrieb zwar auf Spanisch, aber seine Romane spiegeln in vielfacher Weise die Seele der baskischen Völker, ihr Selbstverständnis und ihren Charakter. In seinen Büchern beschreibt Pinilla eine erfundene Welt um die Stadt Getxo und um die Familien, die dort lebten.

Dieses Buch ist eine Hommage an die großen Vorläufer des inzwischen fast vorherrschenden Genre der Kriminalromane, Dashiell Hammett und Raymond Chandler.

In der kleinen Stadt Getxo, unweit von Bilbao, verzweifelt ein Schriftsteller über seine Versuche, ein großes Buch zu schreiben, bis er auf einen ungeklärten Mordfall stößt, der dort, am Strand seiner Stadt geschehen ist. Ein cold case, wie man manchmal sagt. Der Schriftsteller nimmt sich vor , den Fall aufzuklären und daraus einen erfolgreichen Roman zu machen.

Was andere dazu meinen:

Getxo, 1945, Nachkriegszeit. Krimis sind Sancho Bordaberris große Leidenschaft. Chandler, Hammett & Co. betet der junge Buchhändler an. Und er eifert ihnen selbst auch nach – sechzehn Krimis hat er schon verfasst, aber keiner wurde von einem Verlag bisher für gut befunden; es fehle ihnen an Realismus.

Als Sancho deshalb eines Tages frustriert das letzte Manuskript dem Meer opfern will, fällt sein Blick auf eine Klippe. 10 Jahre zuvor fand man dort die zwielichtigen Altube-Brüder. An einen Metallring festgekettet, war einer bereits ertrunken, der andere konnte gerade noch gerettet werden. Ein »cold case«, der wegen des Bürgerkriegs ungelöst blieb: perfektes Buchmaterial für Sancho! Unterstützt von seiner gewitzten Angestellten Koldobike zieht der leidenschaftliche Büchernarr los, um in der Verkleidung des Privatdetektivs Samuel Esparta seinen nächsten Krimi selbst zu erleben. Francos Schergen gefällt dies allerdings überhaupt nicht …

Erich Maria Remarque, Der Funke Leben

Jeder kennt die Meistererzählung von Remarque Im Westen nichts Neues, aber nur wenige haben zwei andere Werke von diesem Autor, die eine Art Trilogie komplettieren. Der Weg zurück beschäftigt sich mit der Situation der Rückkehrer aus dem Ersten Weltkrieg die, sozusagen, von Helden zu Bettlern wurden. Der Funke Leben schildert das Leben in einem (fiktiven) Konzentrationslager in den letzten Monaten des Krieges. Neben den Aufsehern, den Kapos und den Truppen, die Protagonisten sind die Überle­benden einer Abteilung des erfundenen KZ, in dem nur die Insassen leben, die nicht arbeitsfähig sind.

Was andere dazu meinen:

Ein deutsches Konzentrationslager in der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges. Nur ein Funke Leben trennt die Insassen noch vom Tod. Doch mit den immer näher rückenden Alliierten keimt in den letzten Überlebenden wieder Hoffnung auf …

Der Roman hat 25 Kapitel und erzählt die Geschichte von Insassen und Wächtern des „Kleinen Lagers“ des fiktiven Konzentrationslagers Mellern, wenige Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs.[1] Das Kleine Lager ist ein Teil des Konzentrationslagers, in das die arbeitsunfähigen Häftlinge eingewiesen werden. In den wiederkehrenden Bombardements der nahen Stadt sieht eine Gruppe langjähriger Häftlinge, die dort untergebracht sind, Anzeichen einer möglichen Befreiung und beginnt sich für diesen Fall zu organisieren und zunächst passiven, zum Schluss auch aktiven Widerstand zu leisten. Dieser beginnt zunächst mit dem Nichtbefolgen von Befehlen, dem Verstecken von anderen Häftlingen, um sie dem Zugriff der Wachen zu entziehen, dem Beschaffen von Waffen und mündet zum Schluss im bewaffneten Kampf zur Befreiung des Lagers. Dabei werden sowohl die unmenschlichen Bedingungen des Lagers, wie Erniedrigungen, Erschießungen, unhygienische Bedingungen und Hunger, als auch die aus kleinbürgerlichem Umfeld stammenden Täter dargestellt und porträtiert. Ein zusätzliches Element ist die Auseinandersetzung mit dem kommunistischen Teil der Widerstandsgruppe und deren Zielen.
(Amazon)

Daniel Silva, Der Schläfer

Daniel Silva hat eine Spionage Saga um den Agenten Gabriel Allon geschrieben, Mitglied des israelischen Geheimdienstes mit dem besonderen Auftrag, die Feinde des Staates Israel zu bekämpfen. Im Roman war Allon bereits dabei bei der ersten Operation dieser Gruppe, die „Ausschaltung“ der palästinensischen Terroristen, die ein grausames Attentat während der olympischen Spiele in München 1972 verübten. Danach kamen immer neue Aufgaben, in denen Allon und seine Familie auch persönlich leiden mussten.

In dieser Erzählung ist Gabriel Allon nicht mehr im Dienst und lebt in Venedig, wo er Kunstwerke restauriert. Ein Attentat gegen die israelische Botschaft in Rom bringt ihn wieder auf die Bühne, zumal es Anzeichen gibt, dass die Attentäter auch auf Allon abgesehen haben. Daraus entwickelt sich eine wie gewohnt meisterhaft inszenierte Erzählung um Leben und Tod.

Was andere dazu meinen:

Der Anschlag auf die israelische Botschaft in Rom ist präzise und brutal. Schon bald sind die Selbstmordattentäter identifiziert. Aber wer ist der Kopf dieses kaltblütigen Unternehmens? Bei seinen riskanten Nachforschungen kommt der israelische Geheimagent Gabriel Allon einem Mythos auf die Spur: dem untergetauchten Chaled al-Chalifa, Sohn und Enkel berüchtigter palästinensischer Freiheitskämpfer. Allon entdeckt, dass der Top-Terrorist einen noch viel verheerenderen Coup plant und das Leben Hunderter Unschuldiger in Gefahr ist. Doch er kann ihn nur aufhalten, indem er sich in seine Hände begibt. Denn schon längst ist er selbst im Visier al-Chalifas, der dadurch die Spielregeln vorgibt und nun einen erpresserischen Trumpf in der Hand hat. (Amazon)

Susanna Tamaro, Ein denkendes Herz

Dieses Buch von Susanna Tamaro ist Pflichtlektüre für alle, die diese italienische Schriftstellerin kennen und schätzen. Ihre Bücher sind oft falsch verstanden worden. Wer in „Geh, wohin das Herz dich trägt“ oder „Erhöre mein Flehen“ eine niedliche Geschichte sieht, hat mit Sicherheit das Buch nicht richtig begriffen. Die Empfindsamkeit, die Empathie, die tiefe Menschlichkeit dieser und anderer Bücher der kleinen Italienerin reflektieren eben ein denkendes Herz, das sich oft nur in Geschichten und Briefen auszudrücken weiß. Oder in einer Art kalenderfreies Tagebuch, wie dieses.

Was andere dazu meinen:

»Ein denkendes Herz« ist ein inspirierendes und persönliches Tagebuch, das die Augen öffnet für die verborgene Schönheit der Welt. Eindringlich, intensiv, kämpferisch erzählt Susanna Tamaro von ihrer Liebe zur Stille, ihrer Empfindsamkeit und dem Schmerz, der daraus entstehen kann. Sie sucht nach dem Wesen des Menschen, dem Ursprung der Dinge und beschreitet dabei ganz eigene Wege.

»Susanna Tamaros Bücher beeindrucken durch Emotion, Kraft, Scharfsinn.«
Frankfurter Rundschau

Parinoush Saniee, Was mir zusteht

Die Autorin dieses Buches kommt aus Iran und arbeitet dort als Journalistin und Soziologin. Sie wuchs in einer Akademikerfamilie auf und studierte Psychologie an der Universität in Teheran. Kurz vor Erlangung des Doktorats begannen die Unruhen, die zur Revolution führten. Nach einem längeren Aufenthalt in den USA kehrte sie einige Jahre später nach Teheran.

In diesem Buch erzählt sie das Leben einer ganzen Generation von Frauen, die die Revolution und die Umwandlung von Persien in einen islamisierten Staat erlebten, und die darum kämpften, ihre Rechte auf Erziehung und Selbstbestimmung geltend zu machen.

Was andere dazu meinen:

Eine Frau zwischen Unterwerfung und Aufbegehren – der immer wieder unterdrückte Bestseller aus dem Iran.

Bevor Was mir zusteht erscheinen konnte, lag das Manuskript monatelang bei den iranischen Zensurbehörden. Die Veröffentlichung 2003 schien ein Anzeichen politischer Liberalisierung. Der Roman wurde ein Bestseller. Doch immer wieder wurde versucht, den Nachdruck zu verhindern. 2010 fand das Buch seinen Weg in den Westen, gewann in Italien den „Premio Boccaccio“ und erscheint nun weltweit als ein literarisches Zeugnis aus einem Land, das unser Interesse verdient.

Masumeh wird in eine traditionelle persische Familie hineingeboren. Drei Brüder lassen der einzigen Tochter kaum Raum zur Entfaltung. Doch an Klugheit ist sie ihnen weit überlegen. Zielstrebig erkämpft sie sich eine Schulausbildung. Als sie sich in Said verliebt und der harmlose Flirt von ihren Brüdern als „intime“ Begegnung denunziert wird, gerät sie in Lebensgefahr. Sie wird mit Hamid zwangsverheiratet. Doch ihr Mann erweist sich als erstaunlich modern – er führt ein Doppelleben und arbeitet im Widerstand gegen das Schah-Regime. Nach seiner Verhaftung zieht Masumeh ihre Kinder alleine groß. Jahre später muss sie erleben, wie einer ihrer Söhne ein glühender Khomeini-Anhänger wird, während ein anderer ins Exil geht. Der Bruch, der die iranische Gesellschaft spaltet, zieht sich auch durch ihre Familie.

Susanna Tamaro, Erhöre mein Flehen

Dieses Buch ist die Fortsetzung des Bestsellers von Susanna Tamaro Geh wohin dein Herz dich trägt. Es erzählt die Geschichte von Marta und ihrer Oma Olga viele Jahre nach den Geschehnissen des ersten Buches der Italienerin. Marta ist erwachsen geworden, die Großmutter lebt in einer eigenen Welt und stirbt. Zeit für eine Aussöhnung gab es nicht, wohl aber für eine Verinnerlichung der Beziehung.

Tamaro schreibt mit der von ihr gewohnten Empfindsamkeit über die Gedanken der rebellischen Enkelin.

Was andere dazu meinen:

Liebe, Lebenslügen und die Suche nach der eigenen Identität – die gefühlvolle Fortsetzung des Welterfolgs „Geh wohin dein Herz dich trägt“

Mit ihrem neuesten Roman kehrt Susanna Tamaro zu den Figuren von „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ zurück: Nach Jahren der Trennung kommt Marta, Olgas rebellische Enkelin, aus Amerika heim. Doch für eine Aussöhnung ist es zu spät. Olga ist alt geworden, und sie lebt immer mehr in ihrer eigenen Welt. Als sie eines Tages im Garten zusammenbricht und stirbt, muss sich Marta der Vergangenheit stellen. Sie beginnt, ihrer eigenen Herkunft nachzuspüren und erkennt dabei, wo ihre wahren Wurzeln liegen.

Karen Cleveland, Eine Frage der Sicherheit

Stephanie Maddox arbeitet im Bereich der inneren Sicherheit des FBI. Sie macht sich Sorgen um ihren Sohn Zach, der sich langsam aber sicher von ihr abwendet. Eines Tages entdeckt sie im Zimmer Zachs eine geladene Pistole und bekommt Besuch von einem CIA-Agenten, der ihr den Verdacht mitteilt, ihr Sohn könnte Verbindungen zu einer gefährlichen anarchistischen Gruppe haben.

Sie merkt aber bald, dass sie in der Aufklärung alleine gelassen wird.

Was andere dazu meinen:

Stephanie Maddox ist leitende Sonderermittlerin beim FBI. Fast zwei Jahrzehnte hat sie hart gearbeitet – und als alleinerziehende Mutter viele persönliche Opfer gebracht. Himmel und Hölle würde sie in Bewegung setzen, um ihren 17-jährigen Sohn zu schützen. Auch vor einem brisanten Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit. Nie wäre ihr in den Sinn gekommen, dass Zachary Geheimnisse vor ihr haben könnte. Doch dann findet sie eine geladene Pistole in seinem Zimmer. Alles deutet darauf hin, dass ihr Sohn in die Machenschaften einer gewaltbereiten extremistischen Vereinigung verstrickt ist. Einer Gruppierung, die Anschläge gegen Regierungsvertreter plant. Deren Mitglieder sich nicht an Gesetze gebunden fühlen, weil sie den Staat nicht anerkennen. Ist Zachary in falsche Kreise geraten? Wie gut kennt sie ihren Sohn wirklich?

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Nickolas Butler, Ein wenig Glaube

Lyle und Peg, ein älteres Ehepaar, freuen sich über die Rückkehr ihrer Adoptivtöchter Shiloh und deren Sohn Isaak, die lange Zeit getrennte Wege gegangen ist. Doch bald entdecken sie, dass Shiloh von einem charismatischen freikirchlichen Prediger stark beeinflusst wird. Sie lernen die Gemeinde kennen und erkennen Zeichen einer sektenähnlichen Struktur. Kurz darauf erkrankt Isaak, und seine Mutter weigert sich, ihn im Krankenhaus behandeln zu lassen.

Was andere dazu meinen:

Ein schmerzhaft-schöner Familienroman, der die Macht und die Grenzen des Glaubens mit besonderem Feingefühl erkundet: Lyle und Peg Hovde empfinden es als großes Glück, dass ihre Tochter Shiloh samt Enkelsohn wieder nach Hause zurückgekehrt ist. Doch bald treibt Shilohs neue Glaubensgemeinschaft einen Keil in das harmonische Familienleben. Als sich abzeichnet, dass auch der fünfjährige Isaac in die Fänge der Sekte geraten könnte, müssen die Großeltern eine folgenschwere Entscheidung treffen, die die Familie vollends entzweien könnte.

Lyle und Peg Hovde genießen im ländlichen Wisconsin ihr Großelternglück. Gerade ist ihre alleinerziehende Adoptivtochter Shiloh mit dem fünfjährigen Isaac nach Wisconsin zurückgekehrt, und die Familie zum ersten Mal seit Jahren wieder vereint. Doch es gibt einen Wermutstropfen, denn während ihrer Abwesenheit hat sich Shiloh einer radikalen Glaubensgemeinschaft angenähert. Lyle beobachtet Shilohs Entwicklung mit Skepsis, vor allem als deutlich wird, welche Rolle der Enkelsohn Isaac in der religiösen Gemeinde spielt. Doch je stärker er sein Unbehagen zum Ausdruck bringt, umso heftiger reagiert Shiloh. Lyle versucht alles, um das Vertrauen seiner Tochter wieder zurückzugewinnen, doch als das Glaubensdogma der Sekte Isaacs Sicherheit bedroht, ist Lyle gezwungen, eine folgenschwere Entscheidung zu treffen. Nickolas Butler widmet sich mit großem Einfühlungsvermögen einem hoch sensiblen Thema. Was darf der Glaube und welche Macht kann er entfalten? Wann muss man Menschen vor ihrem Glauben beschützen und kann das überhaupt gelingen?

(medimops)