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Fred Vargas, Der Zorn der Einsiedlerin

Das war das erste Buch von der französischen Schriftstellerin und Aktivistin Fred Vargas, das ich gekauft habe. Ich beschloss, dieses Buch zu lesen, als die Entscheidung der Jury für den Literaturpreis „Prinzessin von Asturien“ bekannt gegeben wurde. Ich war überrascht, dass ein ausländischer Autor ausgewählt worden war, und suchte im Internet nach dem Thema und Vargas‘ Darstellung der polizeilichen Ermittlungen. Auf diese Weise lernte ich Inspektor Adamsbert kennen, einen originellen und gut charakterisierten Ermittler und Teamleiter. Gleich zu Beginn wird der Leser mit Verweisen auf andere Bücher desselben Autors und derselben Figur konfrontiert, die das Verständnis vielleicht etwas einschränken, aber für das Lesevergnügen nicht unbedingt notwendig sind.

Adamsbert befindet sich in Island, als zwei Dinge passieren: Ein Schaf zerquetscht mit seinem Huf das Handy des Polizisten und er erhält die Nachricht, dass seine Anwesenheit in der Pariser Brigade so schnell wie möglich erforderlich ist. Nachdem er ohne viel Aufhebens den Fall gelöst hat, der sein Kommissariat beschäftigt hat, interessiert sich Adamsbert für einen Fall von Mobbing und, zunächst indirekt, für eine Nachricht über zwei Todesfälle durch Spinnenbisse in Südfrankreich. Von da an verbinden sich die Intuition des Kommissars, seine Führungsqualitäten in einer zerstrittenen Einheit und die Arbeit seiner Mitarbeiter mit ungünstigen äußeren Umständen zu einem Lösungsversuch, der sich schließlich zu einem großen Kriminalfall entwickelt.

Das Buch liest sich flüssig, die Hinweise reihen sich organisch aneinander, und der Autor täuscht den Leser nicht, indem er ihm Informationen vorenthält, die für die Lösung des Falles unerlässlich sind. Diese Harmonie zwischen der Intelligenz des Ermittlers und dem Scharfsinn des Lesers ist einer der Schlüssel zu einem guten Kriminalroman.

Sehr empfehlenswert und macht Lust auf mehr.

Die Meinung der anderen:

„Vargas schreibt die schönsten und spannendsten Krimis in Europa.““ Tobias Gohlis, DIE ZEIT

»Kommissar Adamsberg, der Wunderbare, zwischen tödlichen Spinnen, finsteren Legenden und mörderischen Kindheiten.« DIE WELT

Im Süden Frankreichs sterben mehrere Männer – angeblich sind sie dem Biss der Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Allerdings reicht das Gift einer einzigen Spinne nicht aus, um einen Menschen zu töten. Adamsberg und sein Team von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ermitteln. Seine Nachforschungen führen den eigenwilligen Kommissar zu einem Waisenhaus bei Nîmes und zu einer Gruppe von Jungen, die dort in den 1940er-Jahren lebte. Und plötzlich erscheinen die Todesfälle, die bislang nicht als Morde betrachtet wurden, in einem anderen Licht … (Amazon)

Fred Vargas, Fliehe weit und schnell

Dieser Krimi von der französischen Schriftstellerin Fred Vargas zeigt uns wieder die menschliche Seite der Arbeit der Kriminalpolizei. Und bringt uns in Erinnerung eine Krankheit, die über Jahrhunderte die Menschheit bestrafft und die Gesellschaft als Bedrohung beeinflusst hat: die Pest.

Wie es in der Arbeit des Kommissars Adamsberg und seiner Mitarbeiter üblich, nicht die Lösung des Rätsels steht im Vordergrund, sondern der Umgang aller Beteiligten damit.

Was andere dazu meinen:

Die Pest in Paris! Das Gerücht hält die Stadt in Atem, seit auf immer mehr Wohnungstüren über Nacht eine seitenverkehrte 4 erscheint und morgens ein Toter auf der Straße liegt – schwarz. Kommissar Adamsberg sitzt in einer kleinen Brasserie in Montparnasse. Im Kopf hat er eine rätselhafte lateinische Formel, die auf jenen Türen stand – und vor sich, am Metroausgang, einen bretonischen Seemann, der anonyme Annoncen verliest. Auch lateinische darunter. Aber wo ist der Zusammenhang zwischen den immer zahlreicheren Toten in der Stadt und den sympathischen kleinen Leuten, die dem Bretonen so gebannt zuhören? Plötzlich hat Adamsberg, der Mann mit der unkontrollierten Phantasie, eine Vision.

Ein meisterhafter Roman voll düsterer Spannung, leiser Poesie und Vargas‘ unnachahmlich schrägen Dialogen. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2004, dem Preis der französischen Buchhändler und dem der Leserinnen von „Elle“.

„Mörderisch menschlich, mörderisch gut.“ Frankfurter Rundschau

Fred Vargas, Der vierzehnte Stein

Hinter dem Pseudonym Fred Vargas versteckt sich eine Schriftstellerin, die nicht nur einen Kommissar, sondern gleich eine ganze Abteilung der Pariser Mordkommission geschaffen hat. Neben Adamsberg arbeiten andere originelle Gestalten. Sie bilden ein seltsames Team, wo jeder mit seinen eigenen Problemen und Sorgen genug zu tun, was sie nicht daran hindert, schwierige Fälle zu lösen. In jedem Buch erläutert Fred Vargas ein kulturelles oder historisches Thema.

In diesem Buch geht es um einen Mörder, der mit einem Dreizack seine Opfer ersticht. Die Methode ist bekannt und bald auch der Name des Mörders. Nur, dieser ist bereits seit 30 Jahren tot. Wie kann es sein, dass er wieder aktiv wird?

Was andere dazu denken:

Durch Zufall stößt Adamsberg auf einen gräßlichen Mord – ein Mädchen wurde mit einem Dreizack erstochen. Eines ähnlichen Verbrechens wurde einst sein jüngerer Bruder Raphaël verdächtigt. Doch seitdem sind 30 Jahre vergangen, der wirkliche Mörder ist längst begraben. Wer also mordet weiter mit gleicher Waffe? Für Adamsberg beginnt ein atemloser, einsamer Lauf gegen die Zeit.
(medimops)

»Vargas schreibt die schönsten und spannendsten Krimis in Europa.« DIE ZEIT »Ein Kriminalroman, so atemlos wie fesselnd.« ELLE »Eine Autorin ihres Ranges findet sich unter deutschen Krimischreibern nicht.« SPIEGEL SPECIAL