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Daniel Silva, Die Fälschung

Der neueste Teil der Saga um den Spion, Attentäter und Kunstrestaurator Gabriel Allon führt uns aus dem gewohnten Umfeld dieser Figur heraus.

Gabriel hat sich (scheinbar) endgültig von seinen Aufgaben im „Dienst“ zurückgezogen, wie die Agentur genannt wird, der den Staat Israel vor Menschen und Ländern schützt, die ihn zerstören wollen, und erholt sich von den Verletzungen, die er sich bei einer seiner Missionen in den USA zugezogen hat, bei der er das Leben des Präsidenten der Vereinigten Staaten rettete. Ein englischer Galerist, der ein Van Dyck zugeschriebenes Gemälde verkauft hat, erhält einen Anruf von einem französischen Sammler, der behauptet, das echte Gemälde des flämischen Künstlers zu besitzen und dass das verkaufte Bild eine Fälschung sei. Von da an wird es kompliziert. Der Sammler kommt bei einem vermeintlichen Verkehrsunfall ums Leben, und Allon selbst wird bei einem weiteren Anschlag wie durch ein Wunder gerettet.

Der Roman ist originell, interessant und informativ über die Welt der Kunst, der Sammler und der Museen. Er ist vielleicht nicht so glaubwürdig wie die anderen Romane dieser Reihe, aber es macht Spaß, ihn zu lesen.

Daniel Silva, Der Hintermann

Dieser Roman von Daniel Silva nimmt in der Saga von Gabriel Allon eine Sonderstellung ein, sowohl wegen seiner Aktualität zum Zeitpunkt seines Erscheinens, kurz nach dem sogenannten Arabischen Frühling, als auch wegen seiner detaillierten Beschreibung einer komplexen Operation der Geheimdienste mehrerer Länder unter der Koordination der USA. Natürlich darf man nicht vergessen, dass es sich um einen Roman handelt, in dem Übertreibungen und Vereinfachungen erlaubt sind, und dass die Realität oft anders aussieht.

Gabriel Allon hat sich aus dem sogenannten „Dienst“, dem israelischen Auslandsgeheimdienst, zurückgezogen und lebt in Cornwall, wo er den Auftrag erhält, für einen Londoner Antiquitätenhändler ein Werk von Tizian zu restaurieren. Wenige Tage nach den verheerenden Terroranschlägen in Paris und Dänemark fällt ihm bei einem Spaziergang durch die Londoner Innenstadt ein Passant auf, der auf einen belebten Platz geht und alle Kriterien eines Selbstmordattentäters erfüllt. Er informiert nicht nur den MI5, sondern beschließt auch, dem Verdächtigen zu folgen und zu versuchen, den Anschlag in letzter Minute zu verhindern. Dazu muss er jedoch sicher sein, dass es sich um einen Terroristen in Aktion handelt. Diese beunruhigende Szene markiert den Beginn einer komplexen Handlung, die zu den besten des Autors gehört und in die die CIA, die saudi-arabische Polizei, das berühmte Londoner Auktionshaus Christie’s und eine saudische Multimillionärin verwickelt sind, die ihren Vater bei einer verdeckten Operation von Allons Team verloren hat.

Wie immer bei Daniel Silva ist der Roman sehr gut recherchiert, und der Autor markiert am Ende des Buches, wo die Realität endet und die Fiktion beginnt. Daniel Silva macht keinen Hehl daraus, dass er auf der Seite Israels steht und dass seiner Meinung nach im Kampf gegen den Terrorismus alle Mittel erlaubt sind. Er hält diesen „Konflikt“ für einen echten Krieg, in dem es eben Verluste gibt und in dem alle Beteiligten auch körperliche und seelische Verletzungen erleiden.

Daniel Silva, Die Attentäterin

Daniel Silva hat zwei Agenten literarisch geschaffen, einen in der CIA, den zweiten im „Dienst“, die Abteilung des Innenministeriums Israels, die die Abwehr gegen Terroristen tatkräftig in die Hand nimmt. Gabriel Allon ist ein wichtiger Spion, der selbst die Folgen terroristischer Angriffe gewesen ist, aber in seiner Seele die Sensibilität eines Malers und Kunstrestaurators verbirgt.

Zwei Attentate erschüttern die Bevölkerung in Paris und in Amsterdam. Das Ziel waren israelische Organisationen bzw. Viertel, wo besonders viele Juden leben. Der ISIS bekennt sich zum Verbrechen. Für die israelischen Geheimdienst ist das Anlass genug, einen totgeglaubten wieder auferstehen zu lassen und einer Ärztin aus Jerusalem eine neue Identität zu geben.

Was andere dazu meinen:

Ein verheerender Bombenanschlag des IS im Pariser Marais-Viertel zwingt Gabriel Allon ein letztes Mal ins Feld: Anstatt seinen Posten als Chef des israelischen Geheimdienstes anzutreten, hilft der legendäre Agent den französischen Behörden, den Drahtzieher des blutigen Terroraktes zu suchen. Außer dessen Namen – Saladin – weiß man nichts über ihn. Allon sieht die einzige Möglichkeit an ihn heranzukommen darin, jemanden in das Terrornetzwerk des IS einzuschleusen. Eine junge Ärztin scheint die perfekte Rekrutin für das gefährliche Unterfangen zu sein …

„,Die Attentäterin‘ zeigt Daniel Silva in gewohnter Form. 80 kurze Kapitel voll überraschender Wendungen und rasanter Action bieten spannende Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite.“ dpa

„Routiniert entwickelt der Bestsellerautor realistische Figuren, deren radikale Denkmuster er glaubhaft wie hautnah vermitteln kann, und steigert die Spannung bis zum dramatischen Finale. Da bleibt nur zu hoffen, dass seine fiktionale Terrorszenarien niemals Realität werden und verdammt gute Unterhaltungsliteratur bleiben.“ Kulturnews

„Mich hat sowohl das Personal überzeugt als auch die Handlung. Alle Figuren sind für mich stimmig, sie interagieren überzeugend und haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Genauso die Handlung, die zwar mutig ist, aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass sie (fast) genau so real passieren kann.“ Krimimimi

„Von den tatsächlichen Ereignissen beim Schreiben überholt, zeigt der US-Amerikaner einmal mehr, wie nahe er in seinen Büchern der Wirklichkeit kommt. Packend spiegelt ,Die Attentäterin‘ die komplexen Welten von Geheimdiensten, Spionen und einem global agierenden Terrornetzwerk wider und zeichnet sich dabei neben fundierter Recherche durch facettenreiche Figuren aus, die die Motive aller Charaktere nachvollziehbar machen.“ Krimi-Tipp

„Daniel Silva bestätigt seinen Ruf als einer der führenden Autoren von Agententhrillern. Die Seiten blättern sich, wie von selbst.“ – New York Journal of Books

„Ein literarisches Pulverfass“ – The Huffington Post

Daniel Silva, Der Schläfer

Daniel Silva hat eine Spionage Saga um den Agenten Gabriel Allon geschrieben, Mitglied des israelischen Geheimdienstes mit dem besonderen Auftrag, die Feinde des Staates Israel zu bekämpfen. Im Roman war Allon bereits dabei bei der ersten Operation dieser Gruppe, die „Ausschaltung“ der palästinensischen Terroristen, die ein grausames Attentat während der olympischen Spiele in München 1972 verübten. Danach kamen immer neue Aufgaben, in denen Allon und seine Familie auch persönlich leiden mussten.

In dieser Erzählung ist Gabriel Allon nicht mehr im Dienst und lebt in Venedig, wo er Kunstwerke restauriert. Ein Attentat gegen die israelische Botschaft in Rom bringt ihn wieder auf die Bühne, zumal es Anzeichen gibt, dass die Attentäter auch auf Allon abgesehen haben. Daraus entwickelt sich eine wie gewohnt meisterhaft inszenierte Erzählung um Leben und Tod.

Was andere dazu meinen:

Der Anschlag auf die israelische Botschaft in Rom ist präzise und brutal. Schon bald sind die Selbstmordattentäter identifiziert. Aber wer ist der Kopf dieses kaltblütigen Unternehmens? Bei seinen riskanten Nachforschungen kommt der israelische Geheimagent Gabriel Allon einem Mythos auf die Spur: dem untergetauchten Chaled al-Chalifa, Sohn und Enkel berüchtigter palästinensischer Freiheitskämpfer. Allon entdeckt, dass der Top-Terrorist einen noch viel verheerenderen Coup plant und das Leben Hunderter Unschuldiger in Gefahr ist. Doch er kann ihn nur aufhalten, indem er sich in seine Hände begibt. Denn schon längst ist er selbst im Visier al-Chalifas, der dadurch die Spielregeln vorgibt und nun einen erpresserischen Trumpf in der Hand hat. (Amazon)