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Irène Némirowski, Feuer im Herbst

Irène Némirovsky wuchs als Tochter eines jüdischen Bankiers in Kiew auf. Im Laufe der russischen Revolution musste die Familie nach Paris auswandern. Die Autorin erlangt relativ früh Ruhm durch ihre Erzählungen, insbesondere die Suite française. Als die deutschen Truppen Frankreich besetzten, wurde sie verhaftet und nach Ausschwitz deportiert, wo sie in Folge einer schweren Krankheit 1942 verstarb.

Feuer im Herbst erzählt eine Liebesgeschichte nach dem Großen Krieg in Europa, umgeben von der Korruption, dem Opportunismus und der Perspektivenlosigkeit dieser schwierigen Zeit in Frankreich.

Was andere dazu meinen:

Wie durch ein Brennglas folgt der Blick Irène Némirovskys den Liebenden Thérèse und Bernard durch die kriegsversehrte Welt des 20. Jahrhunderts. Mit ihrem Roman „Feuer im Herbst“ erweist sich die Autorin erneut als unbestechliche Beobachterin einer Hölle, die den Menschen ihre Gefühle raubt und ihre Wurzeln durchtrennt. Allein die Liebe hat eine Chance, die Verlorenen zu retten.
Noch liegt malvenfarbene Luft über Paris, noch flanieren die Kleinbürger sonntags über die Champs-Elysées und genießen ihr kleines Glück. Martial wird bald Arzt sein und seine Cousine Thérèse heiraten. Die Zukunft ist geordnet. Doch ein Frösteln, eine zittrige Erregung erfasst die Menschen. Ein Wort aus ferner Zeit taucht auf und weckt Heldenträume in jungen, abenteuerlustigen Männern – Krieg. Das Grauen zerstört schnell alle Illusionen. Thérèse wird Witwe, und von der Front kehren gebrochene Männer heim. So auch Bernard, Thérèses Kamerad aus Kindertagen. Mit wildem Lebenshunger will er die Kriegsgräuel vergessen machen, will Wiedergutmachung für das Erlittene. Er will Frauen, Geld, rauschhaften Genuss. Thérèse verliebt sich in Bernard. Als er abzustürzen droht, fängt sie ihn auf. Sie ahnt nicht, welchen Preis sie für ihren Traum bezahlen muss.
(Medimops)

Irène Némirovsky, Suite Française

Das Meisterwerk der russisch-jüdischen Schriftstellerin Némirovsky, von der wir schon andere Werke in dieser privaten Sammlung gelesen haben. Es beschreibt mit viel Detail und Empathie eine etwas unrühmliche Episode der französischen Geschichte: die Kapitulation vor den deutschen Truppen ohne nennbaren Widerstand und die Aufgabe von Paris, was zu einer völlig unkoordinierten Flucht aus der Hauptstadt führt. Die Tatsache, dass das Manuskript mehr als 60 Jahre lang unerkannt blieb, hat sicherlich zum Erfolg dieser wenig bekannten Autorin fast sieben Jahrzehnten nach seinem Tod beigetragen.

Was andere dazu meinen:

Sommer 1940: Die deutsche Armee steht vor Paris. Voller Panik packen die Menschen ihre letzten Habseligkeiten zusammen und fliehen. Angesichts der existenziellen Bedrohung zeigen sie ihren wahren Charakter…

Der wiederentdeckte Roman „Suite française“ von Irène Némirovsky wurde 2005 zur literarischen Sensation. Über 60 Jahre lag das Vermächtnis der französischen Starautorin der 30er Jahre unerkannt in einem Koffer – bis der Zufall dieses eindrucksvolle Sittengemälde aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs wieder ans Licht brachte.