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Zeitoun, Dave Eggers

Dieses Buch ist kein Roman, sondern eine fiktionalisierte Erzählung: die Geschichte von Abdulrahman Zeitoun, einem Amerikaner syrischer Herkunft, der während des Hurrikans „Katrina” und der anschließenden Überschwemmungen in New Orleans blieb. Obwohl einige Namen geändert und einige Umstände ergänzt wurden, ist die Erzählung wahrheitsgetreu.

Nach mehreren Jahrzehnten in New Orleans heiratete Zeitoun Katy, eine zum Islam konvertierte Amerikanerin. Er gründete ein Bauunternehmen und hortete ein gewisses Vermögen. Seine Brüder und Schwestern sind größtenteils in Syrien geblieben oder leben in anderen Ländern wie Spanien. Als sich der Hurrikan Katrina näherte, beschloss Zeitoun, seine Familie aus der Stadt zu schicken, während er selbst zu Hause blieb, um seine Gebäude und sein eigenes Haus zu bewachen und mögliche Schäden sofort zu beseitigen. Nachdem die Stadt überflutet war, fuhr er mit einem kleinen Kanu durch die Straßen und half Menschen und sogar Tieren, die in ihren Häusern eingeschlossen waren. Eines Tages stürmten Sicherheitskräfte in eines der von ihm vermieteten Gebäude und nahmen vier Personen fest. Ihnen wurden Plünderung, der Verkauf gestohlener Waren und, wie Zeitoun vermutet, mögliche terroristische Aktivitäten vorgeworfen.

Die Ereignisse rund um den Hurrikan werden durch die Geschichte von Abdulrahman, seiner Frau, seinen Kindern und seinen Brüdern ergänzt. Die Erzählung ist makellos, liest sich flüssig und beschreibt das Umfeld, in dem Zeitoun seine Arbeit verrichtet, detailliert genug, ohne sich in technischen oder geografischen Details zu verlieren. Ein ausgezeichneter Dokumentarroman!

Die Meinung der anderen:

»Dave Eggers hat den Job des Schriftstellers brillant gemacht, er hat ihn in gewisser Weise für unsere Zeit neu erfunden.« (Spiegel Online)

»Eine überwältigende literarische Reportage« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Ein großartiger Tatsachenroman, der ein unglaubliches Heldendrama aus dem überschwemmten New Orleans erzählt.« (Süddeutsche Zeitung)

Dave Eggers, Weit gegangen

Das Buch beschreibt den Weg von Valentino Achak, der ihm vom Sudan, über Äthiopien und Kenia, in die Vereinigten Staaten führt. Eine Erzählung von Flucht, Hoffnung und Verzweiflung, wo jeden Tag neue Herausforderungen auf den Protagonisten kommen.

Mit viel Feingefühl und Respekt geschrieben. Empfehlenswert.

Was andere dazu meinen:

Mit sieben Jahren verliert Valentino alles, seine Familie, seine Freunde und seine Heimat, den Sudan. Er flieht mit Tausenden von anderen Kindern über Äthiopien nach Kenia, von wo aus er schließlich in die USA gelangt. Was Valentino dabei erlebt, ist kaum zu beschreiben. Umso erstaunlicher ist, mit wie viel Wärme, Zuversicht und sogar Humor er davon erzählt. Dave Eggers hat seine Geschichte in einem bewegenden Roman festgehalten.

Weit Gegangen ist ein Roman von Dave Eggers, und es ist die wahre Lebensgeschichte von Valentino Achak Deng. Die Geschichte eines Menschen, der bereits mit sieben Jahren auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat erlebt, wie die Jungen, mit denen er flieht, von Soldaten erschossen und von Löwen gerissen werden oder qualvoll sterben, weil sie nach Tagen ohne Essen und Trinken in der Wüste halbgares Elefantenfleisch gegessen haben.

Valentino und die »Lost Boys«, wie die sudanesischen Jungen auf der Flucht genannt werden, finden nach der Durchquerung Äthiopiens eine erste Zuflucht in den Flüchtlingslagern von Kenia. Von dort aus gelingt Valentino die Ausreise in die USA. Doch auch das Land der Freiheit und zahlreicher Verheißungen stellt Valentino vor unzählige neue Herausforderungen.

Inzwischen leben etwa zwei Millionen sudanesische Flüchtlinge in den USA. Weit Gegangen erzählt am Beispiel eines außergewöhnlichen Menschen auch ihre Geschichte – eine Geschichte über Kampfgeist und Zuversicht in einer Welt ohne Hoffnung.
(medimops)