Ramiro Pinilla, Nur ein toter Mehr

Ramiro Pinilla hat eine Ausnahmestellung in der Welt der spanischen Literatur. Der baskische Schriftsteller schrieb zwar auf Spanisch, aber seine Romane spiegeln in vielfacher Weise die Seele der baskischen Völker, ihr Selbstverständnis und ihren Charakter. In seinen Büchern beschreibt Pinilla eine erfundene Welt um die Stadt Getxo und um die Familien, die dort lebten.

Dieses Buch ist eine Hommage an die großen Vorläufer des inzwischen fast vorherrschenden Genre der Kriminalromane, Dashiell Hammett und Raymond Chandler.

In der kleinen Stadt Getxo, unweit von Bilbao, verzweifelt ein Schriftsteller über seine Versuche, ein großes Buch zu schreiben, bis er auf einen ungeklärten Mordfall stößt, der dort, am Strand seiner Stadt geschehen ist. Ein cold case, wie man manchmal sagt. Der Schriftsteller nimmt sich vor , den Fall aufzuklären und daraus einen erfolgreichen Roman zu machen.

Was andere dazu meinen:

Getxo, 1945, Nachkriegszeit. Krimis sind Sancho Bordaberris große Leidenschaft. Chandler, Hammett & Co. betet der junge Buchhändler an. Und er eifert ihnen selbst auch nach – sechzehn Krimis hat er schon verfasst, aber keiner wurde von einem Verlag bisher für gut befunden; es fehle ihnen an Realismus.

Als Sancho deshalb eines Tages frustriert das letzte Manuskript dem Meer opfern will, fällt sein Blick auf eine Klippe. 10 Jahre zuvor fand man dort die zwielichtigen Altube-Brüder. An einen Metallring festgekettet, war einer bereits ertrunken, der andere konnte gerade noch gerettet werden. Ein »cold case«, der wegen des Bürgerkriegs ungelöst blieb: perfektes Buchmaterial für Sancho! Unterstützt von seiner gewitzten Angestellten Koldobike zieht der leidenschaftliche Büchernarr los, um in der Verkleidung des Privatdetektivs Samuel Esparta seinen nächsten Krimi selbst zu erleben. Francos Schergen gefällt dies allerdings überhaupt nicht …

Schreibe einen Kommentar