Pierre Lemaitre, Wir sehen uns dort oben

Pierre Lemaitre hat eine Trilogie über die Zeit zwischen beiden Weltkriegen in Frankreich geschrieben. Dieses Buch ist das erste von den drei Büchern und erzählt die Geschichte von zwei Überlebenden des Krieges, die beschließen, sich dem Dienst an das Vaterland nachträglich bezahlen zu lassen.

Albert und Édouard verbringen die letzten Tage des Krieges unter einem adligen Offizier Namens Pradelle, der seinen eigenen Vorteil sucht. Diese Haltung kostet den beiden Soldaten fast das Leben bzw. eine schlimme Entstellung des Gesichts. Als der Krieg zu Ende ist, suchen die beiden Überlebenden nach einer Möglichkeit, im korrupten Staat zu überleben.

Obwohl die beschriebenen Taten hart und teilweise brutal sind, behält Lemaitre einen gewissen Humor, sowohl in der Art, zu schreiben, als im Skurrilen Argument des Buches.

Was andere dazu meinen:

1919. Der Albtraum des Ersten Weltkriegs ist endlich vorbei, und das geschundene Frankreich versucht krampfhaft, in die Normalität zurückzufinden. Dabei sind die zahlreichen Soldaten, die nun von den Schlachtfeldern heimkehren, oft eher hinderlich. Das erfahren auch Albert und Édouard, der eine schwer traumatisiert, der andere entsetzlich entstellt. Also schmieden sie einen verwegenen Plan, um sich an den vaterländischen Heuchlern zu rächen. Niemand soll ungeschoren davonkommen. Vor allem nicht Offizier Pradelle, jener Mann, durch dessen Machtgier Albert fast ums Leben gekommen wäre und der nun zu einem besonders zynischen Kriegsgewinner mutiert ist.
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Beinahe wäre Albert wegen der Machtgier von Leutnant Pradelle ums Leben gekommen. Doch in letzter Sekunde bewahrt Édouard ihn vor dem Tod. Albert fühlt sich seinem Retter verpflichtet und erfüllt ihm seinen größten Wunsch: eine falsche Identität. Pradelle durchschaut den Betrug und deckt sie, um sein hinterhältiges Manöver zu vertuschen. So werden die verfeindeten Männer zu Komplizen. Während Pradelle in den Nachkriegsjahren das große Geld mit der Umbettung von Toten macht, entwickeln Albert und Édouard ein illegales Geschäft mit Kriegsdevotionalien. Pierre Lemaitre entwirft das schillernde Panorama einer Gesellschaft, in der unablässig von Ruhm und Ehre die Rede ist und zugleich Profitgier und krumme Geschäfte vorherrschen.
(Der Tagesspiegel)

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