Alan Paton, Denn sie sollen getröstet werden

Alan Paton, geboren 1903 in Südafrika, war ein bekannter Pädagoge, Schriftsteller und Politiker, bekannt vor allem durch seine entschiede Haltung gegen die Apartheid-Politik. Dieser Roman ist ein Klassiker in Afrika. Es wird in den Schulen gelesen und es gibt zwei Verfilmungen, wobei die zweite besonders poetisch und bildgewaltig ist.

Stephen Kumalo, ein älterer protestantischer Pastor aus Ixopo, im Osten Sudafrikas, bekommt einen Brief, wo ihm mitgeteilt wird, dass sein Sohn und seine eigene Schwester in Schwierigkeiten in Johannesburg sind. Er macht sich auf dem Weg und erfährt, dass sein Sohn bei einem Raubüberfall einen bekannten weißen Ingenieur erschossen hat. Kumalo macht sich auf den Weg, nimmt Kontakt zu einem Anwalt und besucht seine Schwester und seinen Bruder, ein politischer Aktivist ist, und versucht, dass sein Sohn seine Tat bereut.

Sehr beeindruckende Erzählung, in der vor allem den Glauben Kumalos und die Ungerechtigkeiten in diesem Land zum Vorschein kommen.

Was andere dazu meinen:

Südafrika in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gewalt zwischen Schwarzen und Weißen regiert und zerstört das Land. Der Sohn des schwarzen Pfarrers Stephen Kumalo, Absalom, ist, wie viele junge Männer, nach Johannesburg gegangen – und nicht wiedergekommen. Wer dorthin geht, kommt nie wieder zurück. Dann kommt ein Brief. Stephen Kumalo, der schwarze Pfarrer, macht sich auf den Weg in die große, unbekannte Stadt. Er findet seinen Sohn im Gefängnis. Absalom hat bei einem Einbruch in Panik einen jungen Weißen erschossen. Gerade dieser Mann aber hatte sich sehr für die Rechte der Schwarzen eingesetzt. In einem Land, in dem Schwarze keine Rechte haben und im Elend leben, scheint Absaloms Schicksal besiegelt. Die Versöhnung zwischen den Vätern des Opfers und des Täters, zwischen weiß und schwarz, erscheint als Zeichen der Verheißung für eine bessere Zukunft.
Neuausgabe des Welterfolgs, der 1948 erstmals erschien.

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