Archiv für den Tag: 13. Januar 2023

Helen Simonson, Der letzte Sommer

Simonson, in England geboren, lebt seit mehreren Jahrzehnten an der Ostküste der USA. Sie hat nur zwei Bücher geschrieben, wobei dieses großen Erfolg erreicht hat.

In diesem Buch beschreibt sie das Leben in einem verträumten Ort von Ostengland in den Jahren vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Beatrice Nash, junge Lehrerin, kommt nach Sussex mit dem Wunsch, ihr eigenes Leben fern von der Familie zu führen. Der Beginn des Krieges im Festland führt dazu, dass belgische Flüchtlinge im Ort untergebracht werden müssen. Bald werden auch die ersten Männer rekrutiert, und die harte Wirklichkeit des Krieges verändert für immer die Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern.

Was andere dazu meinen:

Im Sommer 1914 besucht der Medizinstudent Hugh seine geliebte Tante Agatha, deren Ehemann ein hoher Beamter in der Regierung ist. Er wird begleitet von seinem Cousin Daniel, der von einem Leben als Poet und englischer Gentleman träumt. Agatha besteht darauf, dass das Säbelrasseln auf dem Balkan unbeachtet verklingen wird und dass König, Kaiser und Zar wie immer in ihren Sommerurlaub gehen werden. Zudem ist sie mit weitaus Wichtigerem beschäftigt: Seit kurzem ist sie Mitglied des örtlichen Schulbeirates und befürwortet die Einstellung einer weiblichen Lehrkraft. Als Beatrice Nash mit einem Schrankkoffer und riesigen Bücherkisten in der Kleinstadt ankommt, ist schnell klar, dass sie deutlich freidenkender – und attraktiver – ist, als eine Lateinlehrerin es sein sollte. Beatrice, die kürzlich ihren Vater verloren hat, will vor allem in Ruhe gelassen werden. Ihre ganze Energie fließt in ihre Schriftstellerei und in das Entmutigen möglicher Heiratskandidaten. Nichts ist Beatrice wichtiger als ihre Unabhängigkeit. Doch Daniels Charme und Hughs scharfer Verstand wie auch sein nobler Charakter lassen sie in ihrer Haltung schwanken. Mit Ausbruch des Krieges findet der idyllische Sommer ein jähes Ende. Als die Bewohner von den ersten Soldaten Abschied nehmen müssen, ahnen alle, dass sich ihr Leben grundlegend ändern wird.

Amor Towles, Ein Gentleman in Moskau

Amor Towles, in Boston geboren, hat viele Jahre als Investmentbanker gearbeitet, bis er seine Karriere als Schriftsteller begann. Dieses Buch, sein zweites, war mehr als ein Jahr in der Bestsellerliste der New York Times und soll demnächst als Serie verfilmt werden.

Der Graf Aleksandr Illich Rostov, von den Bolschewisten 1922 zum Tode verurteilt, schafft es im letzten Augenblick, sein Leben zu retten, weil ein Fürsprecher ein „subversives“ Gedicht von ihm vorweisen kann. So wird er stattdessen „verbannt“ und dazu verurteilt, im Grand Hotel Metropol in Moskau zu leben, ohne dieses zu verlassen. Mehr als 30 Jahre verbringt er im Hotel, wo er die Entwicklung Russlands bis nach dem Tod Stalin beobachtet und in aristokratischer Manier verarbeitet. Wunderschöne Erzählung.

Was andere dazu meinen:

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.

„Towles ist ein Meistererzähler“ New York Times Book Review

„Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil“ Washington Post

„Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé“ O, the Oprah Magazine

Timur Vermes, Er ist wieder da

Timur Vermes ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller, der vor allem als Ghostwriter bekannt war. Sein Vater musste 1956 bei der Niederschlagung des Aufstandes aus Ungarn fliehen. Dieses Buch brachte ihm den lang ersehnten Erfolg und wurde wenige Jahre nach Erscheinen verfilmt.

Satire pur, teilweise intelligent geschrieben. Es läuft das Jahr 2011. Hitler wacht auf in Berlin mit seinem Uniform und versucht, seine Situation zu verstehen. Nach ersten, teilweise komischen Versuchen, seine Stellung als Führer des Volkes zu behaupten, wird er von erfolgsgierigen Journalisten und PR-Spezialisten engagiert, die seine Fähigkeiten im eigenen Interesse nutzen wollen. Ein politisch unkorrekter Roman, der die Schwächen und die Manipulierbarkeit der Mediengesellschaft mit Humor beschreibt.

Was andere dazu meinen:

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons.

Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.



Joseph Roth, Die Legende vom heiligen Trinker

Der jüdische Schriftsteller Joseph Roth behandelt in dieser Legende mit autobiografischen Elementen einige Tage des Lebens eines Pariser Clochards, der immer wieder versucht, ein Darlehen zurückzuzahlen, und dabei von zahlreichen Schwierigkeiten verhindert wird.

Sehr schöner Fabel, der sich schnell lesen lässt, wobei manche Sätze eine Doppeldeutung im Kontext des tragischen Lebens Joseph Roths zulassen

Was andere dazu meinen:

Roths 1939 entstandene letzte Erzählung vom frommen Tor, der noch an Wunder glaubt und seinen eigenen Tod mit Würde inszeniniert.

Am Ziel seiner Odyssee durch Paris ruft Andreas »Fräulein Therese!«, seufzt ein letztes Mal und stirbt »einen so leichten und so schönen Tod«, wie man ihn sich nur wünschen kann. Der Clochard und Trinker hatte zweihundert Francs von einem eleganten Herrn erhalten, mit der Auflage, die Rückzahlung der Kapelle der »kleinen heiligen Therese von Lisieux« zugute kommen zu lassen.

Scheinbar zufällig und blitzhaft, ist das Zusammentreffen für Andreas willkommener Anlass, seine Wiedergeburt zu feiern – als Tag der Umkehr und Läuterung. Zunächst gönnt er sich aber eine feine Mahlzeit und macht sich eine schöne Zeit. Aus seinem festen Vorhaben, der heiligen Therese zu ihrem Recht zu verhelfen, will vorerst so recht nichts werden.

Wie stets in seinen Erzähltexten setzt Roth einen mühelos gleitenden, melodiösen Sprachfluss in Gang, dem dennoch das Gepräge eines »Testaments« zu Eigen ist: So charakterisierte der Autor selbst in düsterer Vorahnung seine 1939 entstandene »Legende«. Der eigene Tod mit 45 Jahren wird mit bestürzender Konsequenz und gleichwohl in hoffnungsvollem Tonfall vorweggenommen – sollte dies doch wirklich die letzte Erzählung einer sensiblen Künstlernatur bleiben, für die Poetsein bedeutete, den »Narren, oder Bettler, oder alles zugleich« vorzustellen.

Pierre Lemaitre, Die Farben des Feuers

Pierre Lemaitre hat seine Absicht erklärt, eine Trilogie über die dekadente Gesellschaft Frankreichs zwischen den zwei Weltkriegen zu schreiben. Das erste Buch ist „Wir sehen uns da oben“. Dieses ist das zweite, wobei die Protagonisten teilweise miteinander verwandt sind. Madeleine Péricourt, Witwe eines Privatbankiers, fühlt sich zurecht von ihren Beratern sehr schlecht behandelt. Die scheinbar hilflose Frau beschließt, sich zu rächen. Sie selbst beschreibt die Situation so: es sind brutale Zeiten, in denen man brutale Methoden benutzen soll.

Die typische Schreibweise von Lemaitre, ironisch und sachlich zugleich, begleitet uns durch eine Welt von Gier, Korruption und Neid, wo es scheinbar nur blutleckende Haie gibt, die auf Beute aus sind. Doch sie haben nicht mit der Raffinesse ihrer Opfer gerechnet.

Was andere dazu meinen:

Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs regieren Habgier und Neid in den Straßen von Paris, und so bahnt sich ein Komplott an, um das mächtige Bankimperium Péricourt zu Fall zu bringen. Doch Alleinerbin Madeleine weiß, die Verhältnisse in Europa für sich zu nutzen, und dreht den Spieß kurzerhand um.

Alessandro D’Avenia, Weiß wie Milch, rot wie Blut

Das Buch dürfte den meisten Besucher dieser Seite bekannt sein. Falls es jemand noch nicht gelesen hat, es lohnt sich. Es geht um Leo, ein leidenschaftlicher Junge, tief verliebt in Beatrice. Beide verbinden ihre Gefühle mit den Farben, vor allem weiß und rot. Eines Tages erfährt Leo, dass Beatrice schwerkrank ist und muss fortan lernen, seine Liebe in einem anderen, weiteren Kontext zu verstehen.

Das Buch ist international ein großer Erfolg geworden, vor allem bei jüngeren Lesern.

Was andere dazu meinen:

Amazon beschreibt es so: „Große Gefühle aus Italien: Ein ganz besonderer Roman über die erste große Liebe. Eine Erinnerung an die ungeheure Wucht der Gefühle, wenn sie uns zum ersten Mal trifft. Jung, frech und poetisch erzählt, mal schonungslos ehrlich, mal scharfzüngig rotzig und dann wieder verletzlich und zart.“

Nickolas Butler, Shotgun Lovesongs

Nickolas Butler, geboren 1979, stammt aus Pensilvania aber hat sein ganzes Leben im Midwest der USA verbracht. Seine Karriere als Schriftsteller begann nach dem Studium der Anglistik in Madison, und nach verschiedenen Jobs in Wisconsin, von Kafferöster bis Hotelmanager. Dieser Roman brachte Butler auf die Bestsellerlisten und ist später verfilmt worden.

Fünf Freunde aus einem kleinen Dorf in Wisconsin kommen wieder zusammen als alle schon die Grenze der 30 Jahre überschritten haben. Sie alle sehnen sich nach der Freundschaft und bedauern, dass das Leben sie voneinander getrennt hat. In mehreren Erzählungen, geschrieben in erster Person, bedauern die fünf Protagonisten ihre Fehler, idealisieren die Jugend und wünschen sich eine ewige Freundschaft, die sie teilweise mit ihrem eigenen Fehlern verhindert haben.

Was andere dazu meinen:

Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt.
(Amazon)

Little Wing im Norden Wisconsins. Henry und Beth waren schon in der Schule ein Paar und haben ihren Heimatort nie verlassen. Sie kämpfen um ihre Farm und unterstützen ihren Freund Ronny, der nach einem schweren Unfall vom Rodeo-Star zum Alkoholiker wurde. Kip war als Rohstoffmakler in Chicago erfolgreich. Nach seiner Hochzeit will er in seiner alten Heimat neu beginnen, findet dort aber
nur schwer Halt. Lee hat ein Album aufgenommen – »Shotgun Lovesongs« – und wurde damit zu einem international gefeierten Star. Auch ihn zieht es zurück nach Little Wing, zu seinem besten Freund Henry und dessen Frau Beth, mit der ihn mehr als eine Freundschaft verbindet. In einem unvorsichtigen Moment setzt er alles aufs Spiel.
(bücher.de)

Penelope Fitzgerald, Frühlingsanfang

Penelope Fitzgerald, die Autorin von „Die Buchhandlung“, ist eine atypische Erzählerin. Sie stammte aus einer Familie von Intellektuellen und kirchlichen Würdenträgern in England. Sie begann relativ spät zu publizieren, was sie nicht daran hinderte, für einige wichtige Preise nominiert zu werden.

Frank Reid, ein englischer Drucker der in Moskau wohnt, muss sehen, wie seine Frau zuerst ihn und dann auch noch die drei gemeinsamen Kinder verlässt. Frank versucht, die Situation zu meistern, und macht sich Gedanken über die unergründliche Tiefe der menschlichen Seele, mit ihren Wünschen und Absichten. Sehr schönes Buch.

Was andere dazu meinen:

Frühlingsanfang in Moskau, 1913. Nelly Reid, treusorgende Ehefrau und liebevolle Mutter dreier Kinder, verlässt ihren Mann Frank völlig unerwartet und kehrt nach England zurück, die Kinder bleiben bei ihrem Vater. Der sieht sich vor ungewohnte Herausforderungen gestellt: Er muss sich nicht nur um seine Firma kümmern, sondern auch um den Haushalt und den Nachwuchs … Da tritt Lisa Iwanowna in Franks Leben, eine junge, gut aussehende Frau vom Lande. Aber ist sie wirklich so naiv, wie sie scheint? Und welche Rolle spielt Franks Buchhalter, Selwyn Crane, der sich so offensichtlich bemüht, die beiden zusammenzubringen?
»Penelope Fitzgeralds Bücher bieten ein Lesevergnügen der besonderen Art: Ganz unaufgeregt, nachdenklich und wehmütig zeigen sie eine einfache Wahrheit: Das Alltägliche, das Allzumenschliche entwickelt oft famosen Witz.« Der Spiegel

Alan Paton, Denn sie sollen getröstet werden

Alan Paton, geboren 1903 in Südafrika, war ein bekannter Pädagoge, Schriftsteller und Politiker, bekannt vor allem durch seine entschiede Haltung gegen die Apartheid-Politik. Dieser Roman ist ein Klassiker in Afrika. Es wird in den Schulen gelesen und es gibt zwei Verfilmungen, wobei die zweite besonders poetisch und bildgewaltig ist.

Stephen Kumalo, ein älterer protestantischer Pastor aus Ixopo, im Osten Sudafrikas, bekommt einen Brief, wo ihm mitgeteilt wird, dass sein Sohn und seine eigene Schwester in Schwierigkeiten in Johannesburg sind. Er macht sich auf dem Weg und erfährt, dass sein Sohn bei einem Raubüberfall einen bekannten weißen Ingenieur erschossen hat. Kumalo macht sich auf den Weg, nimmt Kontakt zu einem Anwalt und besucht seine Schwester und seinen Bruder, ein politischer Aktivist ist, und versucht, dass sein Sohn seine Tat bereut.

Sehr beeindruckende Erzählung, in der vor allem den Glauben Kumalos und die Ungerechtigkeiten in diesem Land zum Vorschein kommen.

Was andere dazu meinen:

Südafrika in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gewalt zwischen Schwarzen und Weißen regiert und zerstört das Land. Der Sohn des schwarzen Pfarrers Stephen Kumalo, Absalom, ist, wie viele junge Männer, nach Johannesburg gegangen – und nicht wiedergekommen. Wer dorthin geht, kommt nie wieder zurück. Dann kommt ein Brief. Stephen Kumalo, der schwarze Pfarrer, macht sich auf den Weg in die große, unbekannte Stadt. Er findet seinen Sohn im Gefängnis. Absalom hat bei einem Einbruch in Panik einen jungen Weißen erschossen. Gerade dieser Mann aber hatte sich sehr für die Rechte der Schwarzen eingesetzt. In einem Land, in dem Schwarze keine Rechte haben und im Elend leben, scheint Absaloms Schicksal besiegelt. Die Versöhnung zwischen den Vätern des Opfers und des Täters, zwischen weiß und schwarz, erscheint als Zeichen der Verheißung für eine bessere Zukunft.
Neuausgabe des Welterfolgs, der 1948 erstmals erschien.

Paola Peretti, In der Nacht höre ich die Sterne

Mafalda ist ein junges Mädchen. Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag wird bei ihr die Stargardt-Krankheit diagnostiziert, die in wenigen Monaten zur Blindheit führt.
Mafalda merkt, wie nach und nach die Dunkelheit ihre Augen erobert: Jedes Mal sind wenige die Schritte und kleiner die Entfernung, aus der sie einen Kirschbaum in der Schule sehen kann, und weniger die Sterne, die sie im wolkenfreien Himmel zählen kann. Die Autorin, Paola Peretti, leider selbst an dieser Krankheit. Die Erzählung aus der Sicht eines zehnjährigen Menschen erinnert zeitweise an Saint-Exupéry.

Was andere dazu meinen:

140 Schritte bis zur Nacht

140 Schritte: So viele trennen Mafalda noch von dem Tag, an dem es vollkommen dunkel um sie herum sein wird. Als das Mädchen vor drei Jahren erfuhr, dass mit seinen Augen etwas nicht stimmt, flüchtete es auf den Kirschbaum im Schulhof. Dank der neuen Hausmeisterin fand es wieder zurück auf den Boden der Realität. Seitdem wird Mafalda von Estella morgens mit einem Pfiff begrüßt, sobald sie in die Straße zur Schule einbiegt. Anfangs kann sie von dort aus den Kirschbaum noch sehen. Doch mit jeder Woche werden es weniger Schritte. Tapfer geht sie ihrem Schicksal entgegen − unmerklich geleitet von Estella, die ihr zeigt, dass das Wesentliche im Leben für die Augen unsichtbar ist.