Ich versuche, jährlich mindestens einen Roman oder eine Novelle von Stefan Zweig zu lesen, nach meiner Ansicht einer der besten Schriftstellers des 20. Jahrhunderts. Es lohnt sich immer wieder, etwa hundert Jahre in die Vergangenheit zu tauchen um zutiefst menschliche Situationen, Gedanken und Gefühle zu entdecken, selbst wenn den Werken Zweigs immer einen Anflug Traurigkeit anhaftet.
Angst ist eine Meistererzählung von Stefan Zweig über Liebe, Ehe, Verrat und Reue. Eine wohlhabende Frau, die in Wien wohnt, bringt sich selbst, teilweise aus Langeweile, in eine verzweifelte Situation, aus der sie keinen Ausweg sieht.
Was andere dazu meinen:
Angst ist eine Novelle von Stefan Zweig, die 1910 in Wien geschrieben wurde und die Gefühle und Ängste einer Ehebrecherin zeigt. Der Handlungsablauf von Zweigs Novelle ist denkbar simpel, und doch vermag es der Autor seine Leser von Anfang an das Buch zu fesseln, sie durch seine einmalige Suggestivkraft die seelischen Qualen der Protagonistin hautnah miterleben zu lassen. Als wohlhabende Ehefrau eines renommierten Anwalts und Mutter von zwei wunderbaren Kinder führt Irene ein beinahe beneidenswertes Leben. Von der Monotonie ihres Alltags gelangweilt, flüchtet sie in ein bedeutungsloses Liebesabenteuer, das jedoch schon bald Ihr ganzes Dasein radikal verändern soll.
