Das wohl bekannteste Buch der italienischen Schriftstellerin Susanna Tamaro bedarf kaum einer Vorstellung. Das von vielen missverstandene Buch wurde sofort ein Bestseller und verhalf der Autorin zu verdientem Weltruhm. In meinem Blog habe ich andere Werke Tamaros besprochen, darunter auch eine Art Fortsetzung dieses Buches mit dem Titel Erhöre mein Flehen.
Olga ist eine ältere Dame aus Italien, die sehr an ihrer Enkelin hängt. Diese ist nach Amerika ausgewandert, auch um den von ihr empfundenen familiären Zwängen zu entfliehen. Um den Kontakt nicht abreißen zu lassen, beginnt sie regelmäßig zu schreiben und eine Art Tagebuch zu führen, in dem sie voller Güte, Weisheit und Liebe versucht, das Herz ihrer Enkelin und damit auch das ihrer Leser zu erobern.
Ganz im Gegensatz zu dem, was manche Kritiker über dieses Buch geschrieben haben, handelt es sich keineswegs um ein sentimentales Werk voller altertümlicher Lebensweisen. Es ist viel mehr, wie die Frankfurter Rundschau schrieb: „Ein von orientalischen Vorstellungen geprägter Roman: die Idee vom Menschen als Ganzheit von Intellekt und Gefühl. Ein unsentimentales Plädoyer für die Rehabilitierung der Gefühle, für die Wiederentdeckung des Herzens“.
