Archiv für den Tag: 23. März 2026

David Foster Wallace, Das hier ist Wasser

David Foster Wallace war eine eigenwillige und äußerst interessante Persönlichkeit und Autor – zumindest für diejenigen, die nach neuen Blickwinkeln auf aktuelle Situationen und Probleme suchen. In seinem kurzen Leben – er nahm sich im Alter von nur 46 Jahren das Leben, nachdem er viele Jahre unter Depressionen gelitten hatte – verfasste er einige Romane und zahlreiche Essays, in denen er einen kritischen und ironischen Blick auf die amerikanische Gesellschaft wirft und gleichzeitig seine eigene Sichtweise und Ironie hinterfragt.

Das vorliegende Werk ist eine Festrede, die er wenige Jahre vor seinem Tod anlässlich einer Abschlussfeier hielt. In dieser ermutigt er die neuen Absolventen, ihre Freiheit zu nutzen, um aus ihrer eigenen Hülle und ihrem Selbstmitleid herauszukommen. Es ist eine Art Kurs in praktischer Philosophie und ein Selbsthilferatschlag, um die Welt in ihrer wahren Dimension zu sehen. Hervorragend und ein Ansporn, weitere Werke desselben Autors zu lesen.

Die Meinung der anderen:

Diese zweisprachige Ausgabe präsentiert die Rede in ihrer Originalfassung und in deutscher Übersetzung. Das hier ist Wasser ist ein unverzichtbares Geschenk für alle Hochschulabsolventen und ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen möchte. (Amazon)

Juan Gómez-Jurado, Zerrissen

Juan Gómez-Jurado ist ein sehr bekannter spanischer Schriftsteller. Juan Gómez-Jurado ist ein sehr bekannter spanischer Schriftsteller. Er hat neben Kinderbüchern und historischen Romanen auch mehrere spannende Kriminalromane geschrieben, von denen einige verfilmt wurden.

Dieser Thriller voller Spannung und Action wird abwechselnd aus der ersten und dritten Person erzählt. Dave Evans ist ein Spitzen-Neurochirurg und arbeitet in einer Privatklinik in der Nähe von Washington. Eines Tages entdeckt er, als er spät nach Hause kommt, dass seine Tochter entführt wurde. Er ist seit kurzem Witwer und soll wenige Tage später den Präsidenten der Vereinigten Staaten am Gehirn operieren. Bald stellt er fest, dass zwischen diesen beiden Ereignissen ein Zusammenhang besteht.

Ein zweifellos guter Roman, den man kaum aus der Hand legen kann, wenn man einmal angefangen hat. Er ist gut recherchiert, hat eine angemessene Anzahl an Figuren und eine normale Dosis an Klischees. Dennoch erscheint er mir eher wie das Drehbuch für einen Hollywoodfilm als wie ein Roman.

Die Meinung der anderen:

Zerrissen ist feinstes Lesekino – ein Genuss für ein langes, verregnetes Wochenende. (krimi-couch.de)
Ich habe lange nicht mehr so mitgefiebert bei einem Krimi und das bis zum wirklich letzten Buchstaben. — Ulrike Bieritz ― rbb Inforadio
Unglaublich spannend und psychologisch faszinierend aufgebaut, zieht einen ›Zerrissen‹ von Anfang an in seinen Bann. — Friderike Ritterbusch ― derachentaler.de