Der britische Schriftsteller Jonathan Coe widmet diesen unterhaltsamen Roman dem berühmten Filmregisseur Billy Wilder und seinem Drehbuchautor „Iz“ Diamond. Er verwendet eine fiktive Figur, die Bandkomponistin Calista Frangopoulou, die er durch eine zufällige Einladung zum Abendessen in Los Angeles in die Welt des Films und insbesondere in die Welt von Wilder einführt. Von dort aus tritt die Protagonistin und Erzählerin im Film Fedora als Darstellerin auf und entdeckt ihre musikalische Berufung. Die Geschichte der Dreharbeiten, die in den späten 1970er Jahren spielt, ist als Rückblende in eine viel spätere Geschichte eingebettet, in der Carlista verheiratet ist und zwei Töchter hat, und zwar zu einem für das Paar entscheidenden Zeitpunkt, als eine der beiden Töchter zum Studium nach Australien geht und die andere über eine Abtreibung nachdenkt, da sie sich nicht in der Lage fühlt, Mutterschaft und Studium zu vereinbaren.
Die Lektüre ist höchst vergnüglich, mit einer Vielzahl von Anekdoten über die Filmwelt der 1970er Jahre, über ihre Protagonisten und über den wesentlichen Unterschied, den ein Krieg in der Mentalität von Menschen macht, die ihn erlebt oder durchlitten haben, und solchen, die ihn nur aus Referenzen kennen. Zwei Highlights sind eine Erzählung von Wilder, die in Form eines Drehbuchs aufgezeichnet wurde, und ein Aufenthalt von Wilder mit dem Protagonisten in Meaux, dem Geburtsort des berühmten Brie-Käses.
Ich finde, es ist ein sehr empfehlenswerter Roman.
Was andere dazu meinen:
In seinem neuen Roman zeichnet Bestseller\-Autor Jonathan Coe ein faszinierendes Porträt der Hollywood\-Legende Billy Wilder. Los Angeles, Sommer 1976: Durch einen verrückten Zufall lernt die junge Athenerin Calista einen witzigen Herrn mit österreichischem Akzent kennen, ohne zu ahnen, dass es das Kino\-Genie Billy Wilder ist, Schöpfer von unsterblichen Filmen wie Manche mögen’s heiß. Die Begegnung wird ihr Leben verändern. Als Dolmetscherin begleitet sie den Regisseur und seine glamouröse Filmcrew auf die verschlafene griechische Insel Madouri, wo er seinen vorletzten Film Fedora dreht, dann weiter nach München und Paris. Während es für sie eine traumwandlerische Reise ist, sieht sich der jüdische Exilant Wilder mit seiner Geschichte konfrontiert. Mit grandiosem Witz und feiner Ironie zeichnet Coe ein schillerndes Bild des Meisters der Komödie.
(Amazon)
