Ein irisches Ehepaar im Ruhestand, das in Glasgow lebt – sie eine ehemalige Lehrerin, er ein Architekt -, beschließt, ein Wochenende in Amsterdam zu verbringen. Hinter der scheinbaren Beschaulichkeit eines harmonischen Lebens mit liebenswerten Bräuchen wie dem gegenseitigen Küssen während der Fahrt im Aufzug verbergen sich Probleme und Unsicherheiten, die jeden Moment ans Licht zu kommen drohen. Am auffälligsten ist Gerrys uneingestandene Alkoholsucht, die mit der Zeit immer stärker wird. Die anderen, die von Stella, brauchen länger, um herauszukommen, da sie sie nur ungern mitteilt.
Ein unterhaltsamer Roman, der mit viel Liebe zum Detail geschrieben ist, was ihm einen sehr realistischen Charakter verleiht. Ohne die Situation zu dramatisieren, greift die Autorin Gespräche voller Missverständnisse auf, die das Ergebnis eines teils freundlichen, teils resignierten Miteinanders sind, das beide auf sehr unterschiedliche Weise wahrnehmen.
Was andere dazu meinen:
Mit einem verlängerten Wochenende in Amsterdam möchten Stella und Gerry ihren Ruhestandsalltag in Glasgow unterbrechen. Die kleine Reise soll die beiden aufmuntern, sie wollen die Stadt erkunden und etwas für ihre Ehe tun. Sie lieben sich noch und ertragen gegenseitig ihre kleinen Fehler – aber in den vier Tagen treten tiefe Risse in ihrer Beziehung zutage. Und es wird klar, dass Stella einen ganz eigenen Plan verfolgt. Dieser Plan hängt mit einem der bezauberndsten Orte in Amsterdam zusammen, dem Beginenhof, und mit einem Gelübde, das Stella einst getan hat. Gerry dagegen, ehemaliger Architekt, hat weitgehend abgeschlossen mit seinem Leben, in dem der Alkohol eine zu große Rolle spielt. Während ihrer Reise drängt allmählich ein Ereignis aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit in Belfast, Nordirland, immer stärker an die Oberfläche, etwas, das ihr ganzes Leben geprägt hat. Am Ende zeigt sich, wie tief der Graben zwischen ihnen wirklich ist.
Ein dichter, bewegender und aufwühlender Roman voller Lebensklugheit, Komik und Tragik. (medimops)
