Anselma ist pensionierte Lehrerin. Als alleinstehende Witwe führt sie ein eher resigniertes und graues Dasein. Sie findet die Entwicklung der Gesellschaft im Allgemeinen und die ihrer Verwandten und Bekannten schrecklich und zieht sich immer mehr zurück. Eines Tages entdeckt sie im Müll etwas, das sich bewegt und das sie zunächst für eine Ratte hält. Kurz darauf entdeckt sie die schöne, bunte Feder eines Papageis. Sie nimmt das Tier mit nach Hause und es entwickelt sich eine schöne Freundschaftsgeschichte zwischen dem Papagei und Anselma. Diese führt bald dazu, dass Anselma ihre Vorurteile revidiert, alte Kontakte wieder aufnimmt und ein ganz anderes, neues Leben führt.
Wie andere Bücher von Tamaro ist auch Luisito eine Fabel. Die Gesellschaftskritik ist deutlich spürbar, vor allem in den Punkten, die die Protagonisten direkt betreffen, wie Erziehung, Altenpflege, das Fehlen von Werten und Sinn im Leben so vieler Menschen. Tamaro beschränkt sich darauf, die Zustände anzuprangern und ihre Erzählung, die zwar seltsam, aber realistisch ist, als einen möglichen Ausweg aus der existenziellen Krise zu präsentieren.
Tamaro moralisiert nicht. Tamaro lädt den Leser ein, in ihre Welt einzutauchen und sich viele Fragen zu stellen. Ein sehr schönes Buch, das sich auch schnell lesen lässt.
Was andere dazu meinen:
Susanna Tamaros Geschichte ist ein Kleinod. Eine kleine, weise Erzählung über das, was im Leben zählt: die Wahrhaftigkeit der Gefühle. — Freundin
Ein modernes Märchen. Sehr außergewöhnlich. Sollten Sie lesen. — Monika Littel, Radio Arabella
‚Luisito‘ vereint alle Themen, die Susanna Tamaro wichtig sind: die Natur, die Spiritualität, die Sanftmut der Kinder und die Sensibilität der Tiere. — Corriere della Sera
Susanna Tamaro rührt die Herzen mit ‚Luisito‘. — dpa
Tamaro vermag zu lesen, was in unserem Innersten vorgeht… — L’Espresso
„Ein starker Roman, der die Sehnsucht nach erfülltem Leben thematisiert.“ — Kurier, Wien
