Archiv der Kategorie: Komödie, Humor

Jean-Paul Didierlaurent, Der Unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky

Ambroise ist Thanatopraktiker, also Einbalsamierer bei einer Beerdigungsanstalt. Manelle pflegt ältere Menschen in ihren Haushalten. Ein Patient von Manelle, Samuel, erkrankt schwer und entscheidet, in die Schweiz zu fahren, weil dort die Euthanasie erlaubt ist. Er beauftragt die Firma, in der Ambroise arbeitet, ihn dorthin zu begleiten. Ambroise nimmt den Auftrag an, aber Manelle ist nicht ohne weiteres bereit, seinen Patienten in den Freitod ziehen zu lassen.

Der Autor beschreibt mit Feingefühl und Humor die Reaktionen und Haltungen der Protagonisten und die Beziehungen untereinander in dieser unerhörten Situation.

Was andere dazu meinen:

Ambroise Lanier, Ende zwanzig, hat seine Berufung gefunden: Er möchte dem Menschen seine Würde bewahren und arbeitet darum als Leichenpräparator. Auch Manelle Flandin liegt die Würde ihrer Mitmenschen am Herzen. Rührend kümmert sich die junge Angestellte eines ambulanten Pflegedienstes um Senioren. Vermutlich hätten sich die Wege der beiden nie gekreuzt, wäre da nicht Samuel Dinsky: Als der 82-Jährige eine niederschmetternde Diagnose erhält, will er eine letzte Reise unternehmen. Zusammen mit Manelle und Ambroise. Durch einen wundersamen Zufall wird es eine Reise zurück ins pralle Leben.
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Julian Barnes, Das Stachelschwein

Julian Barnes schrieb dieses Buch 1992, also wenige Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Der ehemalige Dirigent eines nicht näher genannten Landes (eigentlich Bulgarien) wird vor Gericht gestellt, und der Sohn eines früheren Kammeraden des Kommunisten als Staatsanwalt bestimmt, da alle anderen dieses Amt abgelehnt haben. Der Diktator ist seiner Sache erstaunlich sicher, was er ohne jede Spur von Reue deutlich zum Ausdruck bringt.

Im Buch werden die Gespräche von beiden ungleichen Partnern geschildert und damit die Schwierigkeiten unterstrichen, die die Aufarbeitung der Verantwortlichkeiten nach dem Zusammenbruch einer linken Diktatur mit sich gebracht hätte.

Was andere dazu meinen:

Dreuunddreißig Jahre lang hat Stojo Petkanow als Staatsoberhaupt und Chef der Kommunistischen Partei geherrscht, war er Held der Arbeit und Führer des antifaschistischen Widerstands. Jetzt wird ihm der Prozess gemacht. Die Anklage lautet auf Diebstahl, Veruntreuung öffentlicher Gelder, Korruption, Beihilfe zum Mord, Verletzung der Menschenrechte und und und …

Woher nimmt sein Ankläger – von Petkanow noch eingesetzt – seine Legitimation? Was geschieht, wenn Beweise fehlen, aber ein Schuldspruch gebraucht wird? Ist ein Stalinist selbst schuld, wenn Methoden eines stalinistischen Schauprozesses auf ihn angewandt werden? Wo bleibt die gepriesene demokratische Erneuerung?

Am Beispiele eines fiktiven osteuropäischen Staates spielt Julian Barnes die politischen Veränderungen nach dem Zusammenbruch des Ostblocks durch. Ein spannender Politroman, eine scharfsinnige Satire.

Ian McEwan, Die Kakerlake

Was hat Kafka mit dem Brexit zu tun? Ian McEwan entfaltet in dieser kurzen Fabel seine ganze Ironie und seinen englischen Humor. Der Protagonist der Erzählung heißt Jim Sams, eine deutliche Anspielung auf Gregor Samsa, der als Kakerlake aufgewachter Staatsbeamter von der Verwandlung von Kafka. McEwan beschreibt den umgekehrten Prozess: eine Kakerlake wacht als britischer Premierminister auf und unternimmt im Alleingang einen Kreuzzug gegen jede politische Vernunft.

Die Anspielungen auf Boris Johnson und auf den Brexit sind so evident, dass man sich bei der Lektüre voll und ganz auf den englischen Humor und auf die sarkastischen Einfälle von McEwan verlassen kann. Köstlich.

Was andere dazu denken:

Jim Sams hat eine Verwandlung durchgemacht. In seinem früheren Leben wurde er entweder ignoriert oder gehasst, doch jetzt ist er auf einmal der mächtigste Mann Großbritanniens – und seine Mission ist es, den Willen des Volkes in die Tat umzusetzen. Er ist wild entschlossen, sich von nichts und niemandem aufhalten zu lassen: weder von der Opposition noch von den Abweichlern in seiner eigenen Partei. Und noch nicht mal von den Regeln der parlamentarischen Demokratie. Ian McEwan verneigt sich vor Kafka, um eine Welt zu beschreiben, die Kopf steht.
(Medimops)

Alina Bronsky, Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky ist eigentlich Russin, lebt aber seit ihrer Jugend in Deutschland, wo sie als Journalistin und Texterin arbeitet. Diese Erzählung, als Jugendbuch geschrieben, ist sehr angenehm zu lesen. Ein Mädchen entdeckt beim sonst langweiligen Literaturkurs, dass das gewählte Buch seine eigene Lebensgeschichte erzählt. Als sie das Ende liest, ist sie entsetzt und versucht, dieses zu ändern.

Die Idee des Buches ist sehr originell, und die Ausarbeitung angemessen für ein jüngeres Publikum.

Was andere dazu meinen:

Seit der ersten Klasse sind Kim und Petrowna beste Freundinnen. Petrowna fällt immer und überall auf, während Kim sich zurückhält. Doch das ändert sich schlagartig, als ihre Klasse zu einer Lesung geht. Fast niemand hört der Autorin zu, außer Kim – denn die Frau liest ihre Geschichte vor! Die Namen und ein paar Details stimmen nicht, aber der ganze Rest. Und ihre Geschichte geht nicht gut aus – zumindest nicht für Jasper, für den ein Wespenstich tödlich endet. Um das zu verhindern, stellt Kim ihr Leben völlig auf den Kopf

Pierre Lemaitre, Wir sehen uns dort oben

Pierre Lemaitre hat eine Trilogie über die Zeit zwischen beiden Weltkriegen in Frankreich geschrieben. Dieses Buch ist das erste von den drei Büchern und erzählt die Geschichte von zwei Überlebenden des Krieges, die beschließen, sich dem Dienst an das Vaterland nachträglich bezahlen zu lassen.

Albert und Édouard verbringen die letzten Tage des Krieges unter einem adligen Offizier Namens Pradelle, der seinen eigenen Vorteil sucht. Diese Haltung kostet den beiden Soldaten fast das Leben bzw. eine schlimme Entstellung des Gesichts. Als der Krieg zu Ende ist, suchen die beiden Überlebenden nach einer Möglichkeit, im korrupten Staat zu überleben.

Obwohl die beschriebenen Taten hart und teilweise brutal sind, behält Lemaitre einen gewissen Humor, sowohl in der Art, zu schreiben, als im Skurrilen Argument des Buches.

Was andere dazu meinen:

1919. Der Albtraum des Ersten Weltkriegs ist endlich vorbei, und das geschundene Frankreich versucht krampfhaft, in die Normalität zurückzufinden. Dabei sind die zahlreichen Soldaten, die nun von den Schlachtfeldern heimkehren, oft eher hinderlich. Das erfahren auch Albert und Édouard, der eine schwer traumatisiert, der andere entsetzlich entstellt. Also schmieden sie einen verwegenen Plan, um sich an den vaterländischen Heuchlern zu rächen. Niemand soll ungeschoren davonkommen. Vor allem nicht Offizier Pradelle, jener Mann, durch dessen Machtgier Albert fast ums Leben gekommen wäre und der nun zu einem besonders zynischen Kriegsgewinner mutiert ist.
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Beinahe wäre Albert wegen der Machtgier von Leutnant Pradelle ums Leben gekommen. Doch in letzter Sekunde bewahrt Édouard ihn vor dem Tod. Albert fühlt sich seinem Retter verpflichtet und erfüllt ihm seinen größten Wunsch: eine falsche Identität. Pradelle durchschaut den Betrug und deckt sie, um sein hinterhältiges Manöver zu vertuschen. So werden die verfeindeten Männer zu Komplizen. Während Pradelle in den Nachkriegsjahren das große Geld mit der Umbettung von Toten macht, entwickeln Albert und Édouard ein illegales Geschäft mit Kriegsdevotionalien. Pierre Lemaitre entwirft das schillernde Panorama einer Gesellschaft, in der unablässig von Ruhm und Ehre die Rede ist und zugleich Profitgier und krumme Geschäfte vorherrschen.
(Der Tagesspiegel)

Giacomo Mazzariol, Mein Bruder der Superheld

Der Autor, Giacomo Mazzariol, war 20 Jahre alt als er dieses Buch schrieb. Einige Jahre früher, als er 4 war, teilten seine Eltern ihm und seiner älteren Schwester mit, dass sie einen weiteren Bruder bekommen würden. Einige Zeit danach, eröffneten sie ihnen, dass ihr neuer Bruder etwas „besonders“ sei. Mit der Zeit lernte Giacomo, was das Down-Syndrom bedeutet und musste seinen eigenen Weg im Leben und im Umgang mit seinem „besonderen“ Bruder erstmal lernen. Dass nicht alles immer leicht sein würde, und dass er einmal eindeutig Farbe bekennen sollte, hat er später gelernt.

Sehr schönes Buch, voller Menschlichkeit und viel Humor. Kann ich nur empfehlen.

Was andere dazu meinen:

Dies ist die Geschichte von Giovanni. Giovanni ist 13 Jahre alt, steht auf Dinosaurier und hat das ansteckendste Lachen der Welt. Giovanni bringt seinen Schwestern jeden Tag eine Blume aus dem Garten und fängt mitten in der Stadt an zu tanzen. Giovanni hat das Down-Syndrom. Für seinen Bruder Giacomo ist er ein Superheld. Doch das war nicht immer so. Und deshalb ist dies auch die Geschichte von Giacomo, der sich in diesem Buch ehrlich und offen seiner eigenen Scham und Angst vor dem Anderssein stellt. Gleichzeitig erzählt er mit viel Humor und Leichtigkeit von Giovannis ganz eigenem Blick auf die Welt und der besonderen Beziehung zwischen den Brüdern, die zwei ganz unterschiedliche Menschen und doch ein starkes Team sind.

Haruki Murakami, Blinde Weiche, schlafende Frau

Haruki Murakami ist vermutlich einer der Schriftsteller, die am häufigsten als Kandidat auf den Literatur-Nobelpreis erwähnt worden sind. Er selber hat geschrieben, dass er keinen Wert auf Preise legt. Seine Werke sind in vielen Sprachen in sehr hohen Auflagen verkauft worden, und jede Neuerscheinung wird von vielen Lesern verfolgt. Seine Bücher sind nicht immer leicht zu lesen, haben oft kein eindeutiges Ende und bewegen sich teilweise in seltsamen Welten. Einige Ausnahmen sind sein Buch über den Attentat in der U-Bahn von Tokyo, Underground, und seine Bücher über das Laufen und über das Schreiben Wovon ich rede, wenn ich von laufen rede.

Dieses Buch enthält eine Sammlung von Kurzerzählungen, die einen Einblick in die Welt und die Schreibweise dieses Autors gibt.

Was andere dazu meinen:

Neues aus der Feder des großen japanischen Erzählers: Zwei verliebte Teenager betrachten im Zoo ein junges Känguruh und entdecken in dessen Jugend sich selbst. Auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch streitet ein Mann mit dem Türhüter über das Passwort. Ein Nachtwächter entwickelt nach der Begegnung mit einem Geist Scheu vor Spiegeln. Diese und viele weitere zauberhafte Geschichten entführen den Leser in eine Welt voller Wunder und Absurditäten, eine Welt, die niemand kennt und die dennoch seltsam vertraut erscheint.
(Amazon)

In seinen Erzählungen entfaltet sich Haruki Murakamis ganze Zauberkraft: Zwei verliebte Teenager betrachten im Zoo ein junges Känguru und entdecken in dessen Jugend sich selbst. Auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch streitet ein Mann mit dem Türhüter über das Passwort. Ein Rollstuhlfahrer verwickelt einen Touristen in die verstörende Auseinandersetzung über Messer und die geheime Mechanik von Familien. Ein Nachtwächter entwickelt nach der Begegnung mit einem Geist Scheu vor Spiegeln. Die Geschichten von Haruki Murakami sind erfüllt von Wundern und Absurditäten, die nach dem Lesen nicht mehr aus dem Kopf verschwinden. Zwischen Geschichtenerzählern, Ehebrechern und menschenfressenden Katzen eröffnen sich verborgene Welten.

Haruki Murakami, Kafka-Preisträger 2006, gewinnt aus scheinbar unbedeutenden, alltäglichen Winzigkeiten – geschmolzene Pralinen, ein Zootier, ein Ohrwurmwort – Einblicke in fremde Universen, die niemand kennt und die dennoch seltsam vertraut erscheinen. Wer Haruki Murakamis Storys liest, gleitet in rätselhafte, melancholische Träume, aus denen er verändert erwacht.
(medimops)

Antoine Laurain, Liebe mit zwei Unbekannten

Antoine Laurain ist ein junger französische Autor, der früher als Drehbuchautor und Antiquitätenhändler gearbeitet hat. Seine Themen sind sehr lokal bezogen, ganz in der Linie vom Nobelpreisträger Patrick Modiano.

In diesem kurzen Roman schildert die Geschichte von zwei Menschen, die sich suchen, ohne sich zu kennen. Laurent Letellier, ehemaliger Bänker, betreibt eine kleine Buchhandlung in Paris. Eines Tages findet er eine Handtasche und versucht, sie der Eigentümerin zurückzugeben. Gar nicht so leicht, weil darin keine Dokumente sind, außer einem roten Heft, das Gedanken und Erinnerungen, teilweise sehr persönlich, enthält. Laurent findet den Namen heraus und gibt das Stück anonym zurück. Laure, die sich gerade aus dem Überfall erholt hat, will jetzt unbedingt wissen, wer der Finder war.

Ein Roman ohne große Überraschungen und sehr angenehm zu lesen

Was andere dazu meinen:

Der Bestseller von Antoine Laurain endlich im Taschenbuch!
Eine charmante und ungewöhnliche Liebesgeschichte mit viel Pariser Charme und ein Bestseller in Frankreich und Deutschland!

Als der Pariser Buchhändler Laurent eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit eine elegante Damen-Handtasche liegen sieht, schaut er nur hinein, um die Tasche zurückgeben zu können. Er findet allerdings nur einen Vornamen als Widmung in einem Buch: Laure. So beginnt Laurents Spurensuche quer durch Paris, denn Laure hat in ihrer Tasche auch ein kleines Notizbuch, in dem sie ihre geheimsten Gedanken notiert. Und je mehr Laurent über Laure erfährt, desto sicherer weiß er: Er muss diese Frau kennenlernen. Doch darf er einfach so in ihr Leben eindringen?
(medimops)

Ramiro Pinilla, Nur ein toter Mehr

Ramiro Pinilla hat eine Ausnahmestellung in der Welt der spanischen Literatur. Der baskische Schriftsteller schrieb zwar auf Spanisch, aber seine Romane spiegeln in vielfacher Weise die Seele der baskischen Völker, ihr Selbstverständnis und ihren Charakter. In seinen Büchern beschreibt Pinilla eine erfundene Welt um die Stadt Getxo und um die Familien, die dort lebten.

Dieses Buch ist eine Hommage an die großen Vorläufer des inzwischen fast vorherrschenden Genre der Kriminalromane, Dashiell Hammett und Raymond Chandler.

In der kleinen Stadt Getxo, unweit von Bilbao, verzweifelt ein Schriftsteller über seine Versuche, ein großes Buch zu schreiben, bis er auf einen ungeklärten Mordfall stößt, der dort, am Strand seiner Stadt geschehen ist. Ein cold case, wie man manchmal sagt. Der Schriftsteller nimmt sich vor , den Fall aufzuklären und daraus einen erfolgreichen Roman zu machen.

Was andere dazu meinen:

Getxo, 1945, Nachkriegszeit. Krimis sind Sancho Bordaberris große Leidenschaft. Chandler, Hammett & Co. betet der junge Buchhändler an. Und er eifert ihnen selbst auch nach – sechzehn Krimis hat er schon verfasst, aber keiner wurde von einem Verlag bisher für gut befunden; es fehle ihnen an Realismus.

Als Sancho deshalb eines Tages frustriert das letzte Manuskript dem Meer opfern will, fällt sein Blick auf eine Klippe. 10 Jahre zuvor fand man dort die zwielichtigen Altube-Brüder. An einen Metallring festgekettet, war einer bereits ertrunken, der andere konnte gerade noch gerettet werden. Ein »cold case«, der wegen des Bürgerkriegs ungelöst blieb: perfektes Buchmaterial für Sancho! Unterstützt von seiner gewitzten Angestellten Koldobike zieht der leidenschaftliche Büchernarr los, um in der Verkleidung des Privatdetektivs Samuel Esparta seinen nächsten Krimi selbst zu erleben. Francos Schergen gefällt dies allerdings überhaupt nicht …

Andy Weir, Der Marsianer

Ein echtes Science-Fiction-Buch, das durch ihre Präzision, Glaubwürdigkeit und Ausführlichkeit an Jules Verne erinnert. Ein Astronaut wird von seinen Kollegen auf einer Mars-Station zurückgelassen, weil sie meinten, er sei Tod. Wenn er nach einem Sandsturm aufwacht, versucht nicht nur zu überleben, sondern eine Rettungsmission vom Mars aus zu steuern.

Andy Weir verbindet die zugegeben langen technischen Ausführungen mit ihren Berechnungen und Beschreibungen mit der humorvollen Sicht des Protagonisten, einem Biologen, der seine ausweglosen Situation mit der Gelassenheit eines Wissenschaftlers angeht. Präzise und lustig zugleich.

Empfehlenswert für Interessierten an Naturwissenschaft und Science-Fiction, und für alle, die den Film als Aktion und Phantasie in Erinnerung haben.

Was andere dazu meinen:

Während ein gewaltiger Sandsturm die Notevakuierung der NASA-Basisstation auf dem Mars erfordert, wird der Botaniker Mark Watney (Matt Damon) fortgerissen und man glaubt, er sei ums Leben gekommen. Da der immer stärker werdende Sturm die Landefähre zu zerstören droht, gibt Commander Lewis (Jessica Chastain) schweren Herzens den Befehl, die Suche nach Watney abzubrechen und mit den verbliebenen vier Crewmitglieder zu starten, bevor es zu spät ist.

Aber Watney hat überlebt und versucht nun – vollkommen auf sich allein gestellt – auf dem unwirtlichen Planeten zu überleben. Mit seinem Einfallsreichtum, Überlebenswillen und dem Wenigen, das er hat, findet er einen Weg, der Erde zu signalisieren, dass er noch am Leben ist. Millionen Meilen entfernt arbeiten die NASA und ein Team von internationalen Wissenschaftlern unermüdlich daran, den „Marsianer“ heim zu holen; gleichzeitig planen seine Crewmitglieder eine waghalsige, wenn nicht gar aussichtslose Rettungsmission. Während dieses Vorhaben allen

Beteiligten unglaublichen Mut abverlangt, rückt die Welt zusammen, um Watneys Rückkehr sicher zu stellen.

(Medimops)