Archiv der Kategorie: Kriminalromane

Luca D’Andrea, Das Böse, es bleibt

Das zweite Buch von Luca D’Andrea übernimmt einige Elemente aus dem bekannten thriller „Der Tod so kalt“ desselben Autors, ist aber eigentlich keine Fortsetzung von diesem. Die Landschaft Südtirols ist die Bühne für eine spannende Geschichte mit einem geheimnisvollen Heiler, einem Auftragskiller und einem Mafiaboss. Der Autor, der teilweise an Stephen King erinnert, fragt sich immer wieder dabei, woher das Böse kommt. Nicht so spannend wie das erste Buch, aber lohnenswert.

Das dritte Buch von Luca D’Andrea, Der Wanderer, nutzt eigentlich nur die Bühne im Südtirol für eine verwirrende Geschichte, die den Autor nicht richtig fesselt.

Was andere dazu meinen:

Südtirol, im Winter. Marlene ist auf der Flucht, panisch steuert sie ihr Auto durch den Schneesturm. Im Gepäck: ein Beutel mit Saphiren, den sie ihrem skrupellosen Ehemann aus dem Safe entwendet hat. Wegener ist der Kopf einer mafiösen Erpresserbande, und Marlene weiß, dass er seine Killer auf sie hetzen wird. Da stürzt ihr Wagen in eine Schlucht. Marlene erwacht in einer abgelegenen Berghütte, gerettet von einem wortkargen Alten. Bei ihm und seinen Schweinen glaubt sie sich in Sicherheit vor ihrem Mann. Bald jedoch stellt sie mit Entsetzen fest, dass von dem Einsiedler eine noch größere Gefahr ausgeht …
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Don Winslow, Broken

Don Winslow, als Sohn einer Bibliothekarin und eines Navy-Offiziers in New York geboren, ist ein unermüdlicher Schreiber. Die Hintergründe der verschiedenen Mafias, Kartelle und Banden kennt er aus erster Hand und aus Recherchen. Er ist besonders durch eine Trilogie bekannt geworden, in der er die Entwicklung der mexikanischen Drogenkartelle und die Rolle die dabei die DEA, das FBI und die mexikanische Regierung spielten.

In diesem Werk hat er sechs kurze Erzählungen gesammelt, die von Verbrechern und Polizisten, von Justiz und Unrecht handeln. Gemeinsam haben alle eins: dieser Kampf kostet immer Leben, auch wenn die Betroffenen dabei nicht sterben.

Was andere dazu meinen:

Sechs packende Geschichten voller Verbrechen und Korruption, Schuld und Gerechtigkeit, Verlust und Verrat, Rache und Vergebung von Bestsellerautor Don Winslow. In Broken schickt er einige seiner beliebtesten Charaktere wie Ben, Chon und O aus »Zeit des Zorns« in eine Welt voller Schwerverbrecher und Kleinkrimineller, besessener Polizisten, denen Job und Leben zusetzen, Privatdetektive, Kopfgeldjäger und Flüchtiger. Doch auch das aktuelle politische Klima in den USA findet sich thematisch wieder, als ein texanischer Grenzschützer sein Handeln aufgrund der unhaltbaren Zustände in den Sammellagern hinterfragen muss.
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Peter Cawdron, Habitat

Peter Cawdron, in Neuseeland geboren, wohnt in Australien und schreibt im Stil der sogenannten „Hightech-Science Fiction“. Er hat viel Erfolg mit seinen Büchern geerbt.

Dieses Buch ist eine interessante Erzählung um die Kolonisierung vom Mars und um die künstliche Intelligenz. In einer Kolonie auf dem Mars, wo Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten, trifft unerwartet die Nachricht, dass auf der Erde ein Atomkrieg ausgebrochen ist. Alle Signale verstummen. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich in den verschiedenen Gruppen, die jedoch dazu verdammt sind, sich zu vertragen und zusammenzuarbeiten. Bald stellt sich heraus, dass die Angriffe von einer ganz anderen Seite kommen.

Was andere dazu meinen:

Die Menschheit hat ihren Fuß auf den Mars gesetzt. Die neue Habitatsiedlung „Endeavor“ wird als Triumph des menschlichen Forscherdrangs gefeiert. Einhundertzwanzig Wissenschaftler, Techniker und Astronauten arbeiten hier. Sie sind auf alle Eventualitäten vorbereitet – nur nicht darauf, dass plötzlich die Funksignale von der Erde verstummen. Gefangen auf dem Mars, können die Kolonisten über die Katastrophe, die auf ihrem Heimatplaneten passiert sein mag, nur rätseln. Und hoffen, dass sie hier überleben …
(Lovelybooks)

Joel Dicker, Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Der Schweizer Joel Dicker hatte einen großen Erfolg mit seinem ersten Roman, Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert. Später hat er drei weitere Romane geschrieben, die ebenfalls gut verkauft wurden, teilweise dank eines exzellenten Marketings. Die Spannung hält von der ersten bis zur letzten Seite an, begleitet von etwas Gesellschaftskritik.

Im Buch geht es um einen brutalen Mord an vier Menschen, um eine Journalistin, die offenbar etwas herausgefunden hat, und dann verschwunden ist, und um viele Zeugen, die verschiedene Ansichten des Geschehens haben.

Joel Dicker verführt in seinen Romanen die Leser und verunsichert sie dann immer wieder. Die Fakten, die er dem Leser erzählt, ergeben am Anfang wenig Sinn, bis man lernt, die Informationen richtig zu deuten. Ohne Zweifel spannende Erzählungen, wobei man sich am Ende die Frage stellt: hat sich gelohnt?

Was andere dazu denken:

Der neue Joël Dicker »macht süchtig!« Elle

Vier Menschen, an einem schönen Sommerabend brutal ermordet. Zwanzig Jahre später: Die junge Journalistin Stephanie Mailer stellt zu viele Fragen und verschwindet. Was ist ihr zugestoßen? Und was hat sie herausgefunden?

»Raffiniert zieht uns Joël Dicker in ein Netz aus Intrigen.« Le Parisien

»Joël Dicker spielt derart gekonnt mit dem Leser, dass man immer weiter lesen muss, um zu erfahren, was ihm noch eingefallen ist.« Bayerischer Rundfunk

»In faszinierendem Tempo zieht Dicker alle Register großer Erzählkunst, er zeigt sich fintenreich und löst damit pure Lesesucht aus.« Kleine Zeitung

Monatelang unter den Top“10 der französischen Bestsellerliste!



Luca D’Andrea, Der Tod so kalt

Luca D’Andrea ist ein italienischer Lehrer, der sich zuerst mit Kinderbüchern einen Namen gemacht hat. Als er ein Drehbuch über die Rettungstruppen in den Dolomiten drehte, beschloss er, seine Erfahrungen in einen Thriller zu verarbeiten. So entstand Der Tod so kalt.

Ein amerikanischer Filmemacher, der in den USA eine Dokumentation über die Techniker, die Musikgruppen bei deren Touren begleiten verfilmt, entscheidet, sich ein sabatisches Jahr in Südtirol, der Heimat seiner Frau, zu nehmen. Bald lernt er eine Gruppe von Bergwächter kennen und entscheidet, eine Reportage über ihre Arbeit zu filmen. Ein Unfall bei den Dreharbeiten verursacht ihm bleibende Schäden und ein Trauma, aus dem ihn nur eine weiter Untersuchung retten kann. Im Südtirol erfährt er von einem Massaker im Bletterbachtal und macht sich daran, dem Geschehen nach zugehen. Sehr spannende Erzählung, ein echter Pageturner…

Was andere dazu meinen:

Drei grausame Morde. Ein schweigendes Dorf. Ein Fremder, besessen von der Wahrheit

Südtirol, 1985. Tagelang wütet ein gewaltiges Gewitter über der Bletterbach-Schlucht. Drei junge Einheimische aus dem nahegelegenen Siebenhoch kehren von einer Wanderung nicht zurück – schließlich findet ein Suchtrupp ihre Leichen, aufs Brutalste entstellt. Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen.
Dreißig Jahre später beginnt ein Fremder unangenehme Fragen zu stellen. Jeder warnt ihn vor den Konsequenzen, allen voran sein Schwiegervater, der die Toten damals gefunden hat. Doch Jeremiah Salinger, der seiner Frau in ihr Heimatdorf gefolgt ist, lässt nicht locker – und wird schon bald seine Neugier bereuen. Ein Fluch scheint alle zu verfolgen, die sich mit den Morden beschäftigen. Ist dort unten am Bletterbach etwas Furchtbares wieder erwacht? Etwas, so uralt wie die Erde selbst …

Ramiro Pinilla, Nur ein toter Mehr

Ramiro Pinilla hat eine Ausnahmestellung in der Welt der spanischen Literatur. Der baskische Schriftsteller schrieb zwar auf Spanisch, aber seine Romane spiegeln in vielfacher Weise die Seele der baskischen Völker, ihr Selbstverständnis und ihren Charakter. In seinen Büchern beschreibt Pinilla eine erfundene Welt um die Stadt Getxo und um die Familien, die dort lebten.

Dieses Buch ist eine Hommage an die großen Vorläufer des inzwischen fast vorherrschenden Genre der Kriminalromane, Dashiell Hammett und Raymond Chandler.

In der kleinen Stadt Getxo, unweit von Bilbao, verzweifelt ein Schriftsteller über seine Versuche, ein großes Buch zu schreiben, bis er auf einen ungeklärten Mordfall stößt, der dort, am Strand seiner Stadt geschehen ist. Ein cold case, wie man manchmal sagt. Der Schriftsteller nimmt sich vor , den Fall aufzuklären und daraus einen erfolgreichen Roman zu machen.

Was andere dazu meinen:

Getxo, 1945, Nachkriegszeit. Krimis sind Sancho Bordaberris große Leidenschaft. Chandler, Hammett & Co. betet der junge Buchhändler an. Und er eifert ihnen selbst auch nach – sechzehn Krimis hat er schon verfasst, aber keiner wurde von einem Verlag bisher für gut befunden; es fehle ihnen an Realismus.

Als Sancho deshalb eines Tages frustriert das letzte Manuskript dem Meer opfern will, fällt sein Blick auf eine Klippe. 10 Jahre zuvor fand man dort die zwielichtigen Altube-Brüder. An einen Metallring festgekettet, war einer bereits ertrunken, der andere konnte gerade noch gerettet werden. Ein »cold case«, der wegen des Bürgerkriegs ungelöst blieb: perfektes Buchmaterial für Sancho! Unterstützt von seiner gewitzten Angestellten Koldobike zieht der leidenschaftliche Büchernarr los, um in der Verkleidung des Privatdetektivs Samuel Esparta seinen nächsten Krimi selbst zu erleben. Francos Schergen gefällt dies allerdings überhaupt nicht …

Karen Cleveland, Eine Frage der Sicherheit

Stephanie Maddox arbeitet im Bereich der inneren Sicherheit des FBI. Sie macht sich Sorgen um ihren Sohn Zach, der sich langsam aber sicher von ihr abwendet. Eines Tages entdeckt sie im Zimmer Zachs eine geladene Pistole und bekommt Besuch von einem CIA-Agenten, der ihr den Verdacht mitteilt, ihr Sohn könnte Verbindungen zu einer gefährlichen anarchistischen Gruppe haben.

Sie merkt aber bald, dass sie in der Aufklärung alleine gelassen wird.

Was andere dazu meinen:

Stephanie Maddox ist leitende Sonderermittlerin beim FBI. Fast zwei Jahrzehnte hat sie hart gearbeitet – und als alleinerziehende Mutter viele persönliche Opfer gebracht. Himmel und Hölle würde sie in Bewegung setzen, um ihren 17-jährigen Sohn zu schützen. Auch vor einem brisanten Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit. Nie wäre ihr in den Sinn gekommen, dass Zachary Geheimnisse vor ihr haben könnte. Doch dann findet sie eine geladene Pistole in seinem Zimmer. Alles deutet darauf hin, dass ihr Sohn in die Machenschaften einer gewaltbereiten extremistischen Vereinigung verstrickt ist. Einer Gruppierung, die Anschläge gegen Regierungsvertreter plant. Deren Mitglieder sich nicht an Gesetze gebunden fühlen, weil sie den Staat nicht anerkennen. Ist Zachary in falsche Kreise geraten? Wie gut kennt sie ihren Sohn wirklich?

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Pierre Lemaitre, Spiegel unseres Schmerzes

Mit diesem Buch schließt Lemaitre seine Trilogie über die Zeit zwischen beiden Weltkriegen in Frankreich, nach Wir sehen uns da oben und Die Farben des Feuers. April 1940, einige Monate nach Beginn des Krieges, schauen die Franzosen lieber Weg und verlassen sich auf ihre gigantischen Verteidigungslinien. Es dauert aber nicht lange, bis die Wehrmacht durch die Ardennen vorrückt und das Leben von Millionen von Parisern aus den Fugen gerät. Lemaitre beschreibt diese Zeit an der Hand von der Lehrerin Louise Belmont, und endet in der überstürzten Flucht in den Süden, eine Episode, die auch Gegenstand des Buches von Némirovsky in dieser Sammlung ist.

Was andere dazu meinen:

Das große Finale der Romantrilogie von Goncourt- Preisträger Pierre Lemaitre

Im April 1940 glaubt in Frankreich niemand mehr an den Krieg, weder die Soldaten in ihren Bunkern noch die Pariser in ihren Cafés, und erst recht nicht Lehrerin Louise Belmont. Fast wird es gemütlich – bis die deutsche Wehrmacht durch die Ardennen vorrückt und Louises Leben völlig aus den Fugen gerät. Pierre Lemaitre erweckt mit Louise Belmont eine außergewöhnliche Heldin zum Leben und erschafft ein unvergleichliches Panorama jener Zeit.

In Frankreich scheint die Zeit stillzustehen. Schon im September 1939 haben Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt, doch seitdem: nichts. Während sich an der Maginotlinie die feindlichen Truppen gegenseitig belauern, geht für die Bewohner von Paris der Alltag weiter. Man sitzt im Café, plaudert und spekuliert über die Zukunft. So auch bei Monsieur Jules, dem Restaurant in Montmartre, in dem die Lehrerin Louise an den Wochenenden kellnert. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Louise wird mit einer unliebsamen Enthüllung konfrontiert, die ihr Leben auf den Kopf stellt, während der junge Soldat Gabriel mit den Konsequenzen einer überraschenden Beförderung zu kämpfen hat. Überrumpelt wird auch der Rest Frankreichs – und zwar von der deutschen Wehrmacht, die die Maginotlinie durchbrochen hat und Kurs auf Paris nimmt. Dann bricht Chaos aus, und nichts ist mehr so, wie es einmal war …

Stimmen zum Buch:»Lemaitres Romane zählen zum Besten, was man an unterhaltender Literatur in die Hände bekommen kann.« Lena Bopp, FAZ

Lee Child, Trouble

Viele kennen die zwei Verfilmungen der Buchreihe um Jack Reacher, mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Seit kurzem läuft eine Serie in Amazon mit einem anderen Schauspieler, der besser der Romanfigur von Lee Child entspricht: ein ehemaliger Militärpolizist, groß, nicht besonders attraktiv, freiheitsliebend und mit einer erstaunlichen Fähigkeit, in „Trouble“ zu geraten und mit vollem Einsatz seiner Fäuste, seiner Waffen und seiner Erfahrung wieder heil herauszukommen. Die Bücher dieser Reihe sind allesamt Page-Turner, ohne großen literarischen Anspruch, aber irgendwie angenehm zu lesen, ohne bösen Überraschungen, ideal als Zwischenlektüre nach oder zwischen Werken mit mehr Gewicht.

Was andere dazu meinen:

Eines Tages liegen auf Jack Reachers Konto 1030 Dollar. Der Mann ohne Telefon und festen Wohnsitz weiß sofort: Seine Vergangenheit hat ihn wieder. Er spürt die Frau auf, die ihm den Notrufcode zugespielt hat: seine Expartnerin aus Army-Zeiten, Frances Neagley. Sie hat schlechte Nachrichten. Calvin Franz, ein Mitglied der einstigen Neunergruppe, wurde grausam ermordet. Und es scheint, als sei Franz nicht der Einzige aus Reachers altem Team, der einem gefährlichen Gegner zum Opfer gefallen ist …

Jack Reacher greift ein, wenn andere wegschauen, und begeistert so seit Jahren Millionen von Lesern. Lassen Sie sich seine anderen Fälle nicht entgehen. Alle Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Nathan Ripley, Tiefes Grab

Martin Reese ist ein Familienvater mit einem ungewöhnlichen Hobby: die Überreste der Opfer von Serien­killern zu finden und der Polizei zu melden, damit diese begraben werden können. Eines Tages macht eine Entdeckung, die ihm zeigt, dass jemand seine Suchen verfolgt, und dass sein Leben in Gefahr ist. .

Was andere dazu meinen:

Familienvater Martin Reese pflegt ein ungewöhnliches Hobby. Er spürt die lang verschollenen Opfer von Serienkillern auf, gräbt ihre Überreste aus und meldet seinen Fund dann anonym der Polizei. Martin selbst sieht sich als aufrechter Kämpfer für die Gerechtigkeit, fast schon als Held. Bis er bei seinem nächsten Streifzug eine schockierende Entdeckung macht: Offenbar ist jemand bestens informiert über ihn und sein kleines Hobby. Martin muss erkennen, wie gefährlich es ist, einem Serienkiller ins Handwerk zu pfuschen …

(Medimops)