Archiv der Kategorie: Kriminalromane

Ian McEwan, Schwarze Hunde

Wie es bei den Büchern von McEwan üblich ist, die Erzählung ist nur ein Vorwand, um den Leser auf das wirkliche Thema zu bringen. Hier erzählt man das Leben von einem Paar, das ab einem bestimmten Ereignis beginnt, getrennte Wege zu gehen.

Hier begegnet uns das Böse in einer geheimnisvollen Art. Meisterhafte Erzählung.

Was andere dazu meinen:

Ein englisches Paar auf der Hochzeitsreise: Inmitten der Naturschönheiten Südfrankreichs begegnen June zwei gräßliche Hunde, die sie nie mehr vergessen wird. Bernard kann ihre aufgewühlten Gefühle nicht verstehen. Die Wege der Jungvermählten beginnen sich zu trennen … McEwan, der Erkunder der dunklen Seite des Menschen, umkreist in >Schwarze Hunde< das Abgründige mit einer an Conrad erinnernden Meisterschaft.

(medimops)

David Foenkinos, Das geheime Leben des Monsieur Pick

Zwei andere Erzählungen von Foenkinos haben mir sehr gut gefallen, vor allem Nathalie küsst, und ich habe diesen Roman begonnen, den man in einem Zug lesen kann. Ganz anders als die anderen und ein Beispiel für die Metaliteratur, die in letzter Zeit so in Mode gekommen ist. Ein Buch über ein Buch, eine Bibliothek und mehrere Autoren, das sich weiterentwickelt und zu einem kontroversen Ende führt.

Eine junge Redakteurin reist in das bretonische Dorf Crozon, in dessen Bibliothek sie eine Abteilung für Bücher entdeckt, die von den Verlegern abgelehnt wurden. Diese Abteilung wurde von einem Bibliothekar zu Ehren eines amerikanischen Schriftstellers gegründet, der die Idee dazu hatte. Die Lektorin und ihr Mann erkunden die Bestände und entdecken ein Manuskript mit dem Titel Die letzten Stunden einer Liebesgeschichte, geschrieben von einem gewissen Henri Pick. Der angebliche Autor, Besitzer einer Pizzeria in der Nähe der Bibliothek, ist inzwischen verstorben, und seine Frau kann nicht glauben, dass ihr Mann ein solches Vermächtnis hinterlassen hat. Das Buch wird ein verlegerischer Erfolg, der das Leben aller, die mit dem Buch und seinem Umfeld zu tun haben, revolutioniert und vom Gauner bis zum Enthüllungsjournalisten alle anzieht.

Foenkinos beherrscht die seltene Kunst, Nebengeschichten zu erzählen, ohne den Faden der Haupthandlung zu verlieren, und den Fokus von einer Person zur anderen zu verlagern. Wie viele Schriftsteller behandelt auch der französische Autor seine Figuren liebevoll und gibt ihnen die Chance, sich im Leben zu rehabilitieren und das zurückzugewinnen, was sie verloren zu haben glaubten. Aus diesem Grund empfehle ich diesen Roman, auch wenn das Ende ein wenig überstürzt wirkt.

Kürzlich wurde ein Film über das Buch veröffentlicht, der sich jedoch in Bezug auf Inhalt und literarische Relevanz stark unterscheidet.

Was andere dazu meinen:

In einem kleinen, abgelegenen Dorf in der Bretagne gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Denn hier werden Bücher gesammelt, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Lektorin ein Manuskript, das sogar in der Hauptstadt Paris für Aufregung sorgt und das Leben vieler Menschen verändert. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Doch seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als Einkaufslisten. Hat Monsieur Pick etwa ein geheimes Zweitleben geführt? Ein charmanter Roman – leicht, beschwingt und voller Witz.

Verfilmung unter dem Titel »Der geheime Roman des Monsieur Pick« – zurzeit im Kino! Über das Glück, vom Leben überrascht zu werden … Ein französischer Feel-Good-Roman für die Leser von Nicolas Barreau »Welch wunderbarer Zeitvertreib das Lesen sein kann.« Kölnische Rundschau