Fernando Aramburu, baskischer Schriftsteller, lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Neben seiner Arbeit als Sprachlehrer hat er immer wieder Bücher und Artikel geschrieben. Patria ist offenbar ein Buch, das er schon lange schreiben wollte. Es geht um die ETA, eine terroristische Organisation, die für eine Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien kämpft, manchmal auch gegen den Willen der Basken.
Zwei befreundete Familien leben in einer kleinen Stadt unweit von San Sebastian. Die Männer fühlen sich sehr verbunden und die Frauen helfen sich gegenseitig, bis die Stimmung im Baskenland kippt, als die ETA zu einer bewaffneten Auseinandersetzung gegen die „Besetzer“ aus Spanien ruft. Das Buch besteht aus vielen kleinen Kapiteln, nicht chronologisch geschrieben, die als Pinselstriche die Verhärtung der Fronten und die Politisierung der Beziehungen in der Gesellschaft bis zum Unerträglichen beschreibt.
Was andere dazu meinen:
«Patria» heißt Vaterland, Heimat. Aber was ist Heimat? Die beiden Frauen und ihre Familie, um die es in Fernando Aramburus von der Kritik gefeierten und mit den größten spanischen Literaturpreisen ausgezeichneten Roman geht, sehen ihre Heimat mit verschiedenen Augen.
Bittori sitzt am Grab ihres Mannes Txato, der vor über zwanzig Jahren von Terroristen erschossen wurde. Sie erzählt ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus, in dem sie wohnten, zurückzukehren. Denn sie will herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, und wieder unter denen leben, die einst schweigend zugesehen hatten, wie ihre Familie ausgegrenzt wurde. Das Auftauchen von Bittori beendet schlagartig die vermeintliche Ruhe im Dorf. Vor allem die Nachbarin Miren, damals ihre beste Freundin, heute Mutter eines Sohnes, der als Terrorist in Haft sitzt, zeigt sich alarmiert. Dass Mirens Sohn etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hat, ist Bittoris schlimmste Befürchtung. Die beiden Frauen gehen sich aus dem Weg, doch irgendwann lässt sich die lange erwartete Begegnung nicht mehr vermeiden…
Ein internationaler Bestseller, ein epochemachender Roman über Schuld und Vergebung, Freundschaft und Liebe, der zeigt, wie Terrorismus den inneren Kern einer Gemeinschaft angreift und wie lange es dauert, bis die Menschen wieder zueinander finden.
