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Graham Greene, Das Ende einer Affaire

Einer der drei großen Romane des britischen Schriftstellers Graham Greene, der fast das gesamte 20. Jahrhundert überlebte. Greene wehrte sich stets dagegen, als „katholischer Schriftsteller“ betrachtet zu werden. Er pflegte zu sagen, er sei „ein Schriftsteller, der zufällig katholisch ist“. Neben „Die Macht und die Herrlichkeit” handelt auch dieser Roman von der Möglichkeit des Glaubens, vom Kampf vieler Menschen gegen den Glauben und die Gläubigen sowie von den Motiven, die einen Menschen dazu bringen, Gott zu lieben oder zu hassen.

Die Ausgabe, die ich gelesen habe (eine andere als die, die ich als Hörbuch gehört habe), enthält ein Nachwort von Mario Vargas Llosa. Auch wenn er nicht zu meinen Lieblingsautoren zählt, sollte man seine Meinung ernst nehmen. Seiner Ansicht nach ist „Das Ende einer Affäre” der beste Roman, den Greene geschrieben hat, auch wenn er kein Meisterwerk ist.

Kurze Beschreibung der Handlung: Maurice Bendrix ist Schriftsteller und lernt die Familie Miles kennen. Heinrich und Sarah. Letztere war einige Jahre lang Maurices Geliebte, doch später trennten sie sich. Ein Wiedersehen zwischen Maurice und Heinrichs Familie lässt die Leidenschaft zwischen den beiden ehemaligen Liebenden wieder aufflammen. Doch nun kommen andere Faktoren ins Spiel, die Sarah dazu bringen, Maurice aufzugeben. Kurz darauf stirbt Sarah und Maurice versucht mit allen Mitteln, die Gründe dafür zu verstehen, die mit ihrer Konversion zum Katholizismus zusammenhängen.

Maurices Gedanken und Erzählungen sowie Sarahs Tagebuch verleihen der Geschichte eine intime Note. In dieser spielt auch Richard eine Rolle, ein rationalistischer Prediger aus Hyde Park. Er versucht mit allen Mitteln, die Absurdität der Vorstellung von einem Gott aufzuzeigen.

Der Roman wurde zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung heftig kritisiert, insbesondere von Katholiken, die ihn als „relativistisch“ betrachteten. Tatsächlich schrieb Greene dieses Werk jedoch nicht für Gläubige, sondern für all jene Menschen, die Gott nicht finden können oder sich entscheiden, nicht nach ihm zu suchen. Ich halte ihn für einen ausgezeichneten Roman, den ich empfehle, zweimal zu lesen, um alle Details zu erfassen.

Die Meinung der anderen:

»Ich halte ›Das Ende einer Affäre‹ für den besten, wahrhaftigsten und herzbewegendsten Roman meiner Zeit, weil er an die Herzen aller Menschen auf dieser Welt appelliert.« William Faulkner