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Maggie O‘Farrell, Judith und Hamnet

Die Autorin wagt hier, eine Episode aus dem Leben Shakespeares zu erzählen, mit großem Respekt vor den bekannten Lebensdaten des Literaten. Agnes ist eins der genannten Namens der Frau, Hamnet (oder Hammlet) und Judith die von zwei der drei Kindern. Die Autorin beschreibt die beengten Lebensverhältnisse der Familie in Strattford-upon-Avon, die Abhängigkeit von den Schwiegereltern und die langen Aufenthalte Shakespeares in London, wo er versucht, eine finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Sehr schöne Erzählung.


Was andere dazu meinen:

Agnes sieht ihn und weiß: Das wird er sein. Dabei ist der schmächtige Lateinlehrer aus Stratford-upon-Avon noch nicht einmal achtzehn. Egal, besser, sie küsst ihn schnell. Besser, sie erwartet ein Kind, bevor ihr einer die Heirat verbieten kann. Vierzehn Jahre später sind es drei Kinder geworden. Doch wie sollen sie auskommen, solange ihr Mann wer weiß was mit diesen Theaterstücken treibt? Er ist in London, als Agnes im Blick ihres Sohnes den Schwarzen Tod erkennt.

»Einer der berührendsten Romane, den ich seit Jahrzehnten gelesen habe.« Mariella Frostrup, BBC Radio 4

Ian McEwan, Schwarze Hunde

Wie es bei den Büchern von McEwan üblich ist, die Erzählung ist nur ein Vorwand, um den Leser auf das wirkliche Thema zu bringen. Hier erzählt man das Leben von einem Paar, das ab einem bestimmten Ereignis beginnt, getrennte Wege zu gehen.

Hier begegnet uns das Böse in einer geheimnisvollen Art. Meisterhafte Erzählung.

Was andere dazu meinen:

Ein englisches Paar auf der Hochzeitsreise: Inmitten der Naturschönheiten Südfrankreichs begegnen June zwei gräßliche Hunde, die sie nie mehr vergessen wird. Bernard kann ihre aufgewühlten Gefühle nicht verstehen. Die Wege der Jungvermählten beginnen sich zu trennen … McEwan, der Erkunder der dunklen Seite des Menschen, umkreist in >Schwarze Hunde< das Abgründige mit einer an Conrad erinnernden Meisterschaft.

(medimops)