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William Maxwell, Sie kamen wie die Schwalben

William Maxwell (geboren 1908) schrieb zahlreiche Artikel und mehrere Bücher, bevor er die Stelle antrat, die ihn berühmt machte: Er war Chefredakteur von The New Yorker und betreute so berühmte amerikanische Schriftsteller wie Nabokov, Updike und Salinger. Sein Einfluss wird als entscheidend für die Entstehung des so genannten „amerikanischen Stils“ angesehen, für den dieses Buch ein gutes Beispiel ist.

Mit autobiografischen Elementen, wie dem frühen Tod seiner Mutter, erzählt Maxwell in diesem Buch das tragische Schicksal einer Familie mit zwei Kindern während der Epidemie der sogenannten Spanischen Grippe im Jahr 1918. Die Schilderung einfacher Fakten, aus denen sich ein Mosaik zusammensetzt, wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt: aus der der beiden Brüder und aus der des Vaters.
Mehr noch als die relativ spärliche Handlung des Romans ist die Erzählweise bemerkenswert, die geradlinig ist, ohne unnötige sprachliche Ausschmückungen, aber mit Beschreibungen von Details, die es dem Leser ermöglichen, das literarische Werk mit den Augen des Autors zu sehen.

Ich finde, es ist ein empfehlenswertes Buch

Die Meinung der anderen:

„Maxwells Stimme gehört zu den klügsten und scharfsinnigsten der amerikanischen Literatur.“ (John Updike)

„Maxwell beschreibt die Menschen präzise, einfühlsam und nachsichtig bis zur Zärtlichkeit … und geführt von dem Wissen, dass die menschlichen Abgründe niemals vollständig auszuloten sind – das macht William Maxwell zu einem großen Autor.“ Hubert Spiegel, FAZ

Sie kamen wie die Schwalben ist eine der raren Geschichten, in denen Kindheit in der Einfachheit und Eindrücklichkeit ihrer Selbstreflexion dargestellt wird.“ The Saturday Review