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Paola Peretti, In der Nacht höre ich die Sterne

Mafalda ist ein junges Mädchen. Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag wird bei ihr die Stargardt-Krankheit diagnostiziert, die in wenigen Monaten zur Blindheit führt.
Mafalda merkt, wie nach und nach die Dunkelheit ihre Augen erobert: Jedes Mal sind wenige die Schritte und kleiner die Entfernung, aus der sie einen Kirschbaum in der Schule sehen kann, und weniger die Sterne, die sie im wolkenfreien Himmel zählen kann. Die Autorin, Paola Peretti, leider selbst an dieser Krankheit. Die Erzählung aus der Sicht eines zehnjährigen Menschen erinnert zeitweise an Saint-Exupéry.

Was andere dazu meinen:

140 Schritte bis zur Nacht

140 Schritte: So viele trennen Mafalda noch von dem Tag, an dem es vollkommen dunkel um sie herum sein wird. Als das Mädchen vor drei Jahren erfuhr, dass mit seinen Augen etwas nicht stimmt, flüchtete es auf den Kirschbaum im Schulhof. Dank der neuen Hausmeisterin fand es wieder zurück auf den Boden der Realität. Seitdem wird Mafalda von Estella morgens mit einem Pfiff begrüßt, sobald sie in die Straße zur Schule einbiegt. Anfangs kann sie von dort aus den Kirschbaum noch sehen. Doch mit jeder Woche werden es weniger Schritte. Tapfer geht sie ihrem Schicksal entgegen − unmerklich geleitet von Estella, die ihr zeigt, dass das Wesentliche im Leben für die Augen unsichtbar ist.