Dieses Buch ist kein Roman, sondern eine fiktionalisierte Erzählung: die Geschichte von Abdulrahman Zeitoun, einem Amerikaner syrischer Herkunft, der während des Hurrikans „Katrina” und der anschließenden Überschwemmungen in New Orleans blieb. Obwohl einige Namen geändert und einige Umstände ergänzt wurden, ist die Erzählung wahrheitsgetreu.
Nach mehreren Jahrzehnten in New Orleans heiratete Zeitoun Katy, eine zum Islam konvertierte Amerikanerin. Er gründete ein Bauunternehmen und hortete ein gewisses Vermögen. Seine Brüder und Schwestern sind größtenteils in Syrien geblieben oder leben in anderen Ländern wie Spanien. Als sich der Hurrikan Katrina näherte, beschloss Zeitoun, seine Familie aus der Stadt zu schicken, während er selbst zu Hause blieb, um seine Gebäude und sein eigenes Haus zu bewachen und mögliche Schäden sofort zu beseitigen. Nachdem die Stadt überflutet war, fuhr er mit einem kleinen Kanu durch die Straßen und half Menschen und sogar Tieren, die in ihren Häusern eingeschlossen waren. Eines Tages stürmten Sicherheitskräfte in eines der von ihm vermieteten Gebäude und nahmen vier Personen fest. Ihnen wurden Plünderung, der Verkauf gestohlener Waren und, wie Zeitoun vermutet, mögliche terroristische Aktivitäten vorgeworfen.
Die Ereignisse rund um den Hurrikan werden durch die Geschichte von Abdulrahman, seiner Frau, seinen Kindern und seinen Brüdern ergänzt. Die Erzählung ist makellos, liest sich flüssig und beschreibt das Umfeld, in dem Zeitoun seine Arbeit verrichtet, detailliert genug, ohne sich in technischen oder geografischen Details zu verlieren. Ein ausgezeichneter Dokumentarroman!
Die Meinung der anderen:
»Dave Eggers hat den Job des Schriftstellers brillant gemacht, er hat ihn in gewisser Weise für unsere Zeit neu erfunden.« (Spiegel Online)
»Eine überwältigende literarische Reportage« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
»Ein großartiger Tatsachenroman, der ein unglaubliches Heldendrama aus dem überschwemmten New Orleans erzählt.« (Süddeutsche Zeitung)
