Delphine de Vigan, Tage ohne Hunger

Der erste Roman der französischen Schriftstellerin erschien im Jahr 2001. Er enthält teilweise autobiografische Elemente, weshalb er unter einem Pseudonym veröffentlicht wurde. Die Geschichte handelt von Magersucht, einer Krankheit, die zur Selbstzerstörung der Betroffenen führt. Die junge Frau in den Zwanzigern namens Laure hat komplizierte familiäre Verhältnisse und hat sich schließlich dazu entschieden, sich in einem Krankenhaus behandeln zu lassen. Sie wird auf einer Station für Patienten mit Essstörungen untergebracht. Neben anderen Magersüchtigen gibt es auch Bulimie-Patienten. Die Behandlung ist langwierig und schmerzhaft und trotz der Erfahrung und positiven sowie engagierten Einstellung der Stationsleiterin nicht immer von Erfolg gekrönt.
Laures Gedanken, die sie teilweise in einem Tagebuch festhält, sowie die Schwierigkeiten, die sie bei der Umerziehung ihres Körpers nach langer Nahrungsverweigerung und bei der Überwindung der Tendenz, sich vor dem wirklichen Leben zu verstecken, hat, werden auf eindringliche Weise beschrieben.
Der Roman spiegelt bereits den direkten und rohen Stil anderer Romane desselben Autors wider. Er wagt es, schwierige Themen zu behandeln, ohne in Klischees zu verfallen, und entlastet den Leser nicht von dem, was es bedeutet, sich einer tragischen oder verzweifelten Situation gegenüberzusehen.

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Die Meinung der anderen:

»Delphine de Vigan zu lesen erweitert immer den Horizont, in diesem Fall ganz besonders.«
Gabi Rudolph, FASTFORWARD-MAGAZIN

»Eine ganz außergewöhnliche und wertvolle Heilungsgeschichte, die unter die Haut geht und nicht nur Betroffenen Mut zum Leben vermittelt.«
Winfried Stanzick, EBOOK.DE

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